Die digitale Spiegelreflexkamera Canon EOS-1D X nutzt eine komplett neue Belichtungsautomatik für ein präzise Belichtung bei allen Aufnahmen. Der dritte von insgesamt sechs Filmen über die Leistungsmerkmale der 18,1 Megapixel starken EOS-1D X widmet sich der Belichtungsautomatik der Kamera und erklärt das Funktionsprinzip.
In dem Film erläutert Mike Owen, European Professional Imaging Communications Manager von Canon Europe, die Funktionen und Vorzüge der Belichtungsautomatik der EOS-1D X. Sein Kommentar: „Die Kamera hat einen 100.000-Pixel-Sensor, der in 252 Messsektoren unterteilt ist – im Vergleich zur 1D Mark IV mit ihren 63 Messsektoren stellt man schon einen echten Unterschied bei den Bildern fest.“
Während die EOS-1D Mark IV zur Messung Schwarzweißsensoren einsetzt, nutzt die EOS-1D X einen RGB-Farbsensor, der nicht nur das vorhandene Licht misst, sondern auch Farbinformationen und ein Gesicht im Bild erkennt. Die Erfassung von RGB-Daten ermöglicht es dem Messsensor, die Farbe des Motivs zu berechnen. Dadurch kann er Farbnachführungsinformationen an das AF- System sowie Gesichtserkennungsdaten an den Autofokus und die automatische Motiverkennung weitergeben.
Der Sensor reagiert besonders empfindlich auf Grün und Gelb, da speziell diese Farben die Belichtungsmessung beeinträchtigen und eine Über- oder Unterbelichtung verursachen können. Mit Hilfe der Farbdaten und -informationen von ihren 61 AF-Messfeldern kann die EOS-1D X die Position des Motivs im Bild bestimmen und die Belichtung optimal anpassen. Dies führt zu einer äußerst gleichmäßigen und präzisen Belichtung, wie sie in dieser Form mit einer Canon EOS bislang nicht möglich war.
Spezieller DIGIC 4 Prozessor
Das Messsystem der EOS-1D X nutzt mit dem DIGIC 4 einen leistungsfähigen Prozessor, der die enorme Menge an eingehenden Belichtungsdaten mit sehr hoher Geschwindigkeit verarbeitet. Es stehen folgende Messmodi zur Verfügung: Mehrfeldmessung, Selektivmessung, Spotmessung und mittenbetonte Integralmessung. Bei der Spotmessung gibt es die Optionen mittenbetonte Spotmessung, Spotmessung über das AF-Messfeld und Multi-Spot-Messung.
Die Abstandsinformationen werden vom Messsystem der EOS-1D X direkt an das Objektiv weitergeleitet – dadurch kann die Kamera die Position des Motivs und seine Entfernung zur Kamera ermitteln und so eine präzise Belichtung bei jeder Aufnahme sicherstellen.
Die 252 Messsektoren werden auch für Blitzmessung verwendet; aufgrund der Vorblitzmessungen ist eine besonders präzise Bestimmung der Motivposition möglich. In Umgebungen mit nur wenig Licht, in denen einige Sektoren kaum oder gar kein Licht erhalten und eine ungleichmäßige Belichtung drohen würde, vergrößert der Sensor den jeweiligen Sektor, sodass er aus 35 Sektoren misst.
Das Farb- und Gesichtserkennungssystem wird ebenfalls im E-TTL II Blitzmessungs-Algorithmus verwendet. Wird ein Gesicht im Bild erkannt, stellt die EOS-1D X die erforderliche Blitzleistung exakt auf eine korrekte Belichtung des Gesichtes ein, während reflektierende Objekte innerhalb des Bildes, die zu einer ungenauen Blitzbelichtung führen könnten, ignoriert werden.
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