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Technische Daten

Beschreibung der <br class="br_visual">EOS-1D&nbsp;X: im Rahmen des Canon Flaggschiffs DSLR

Beschreibung der
EOS-1D X: im Rahmen des Canon Flaggschiffs DSLR

Oktober 2011

Die EOS-1D X ist das neue Flaggschiff unter den Kameras der Canon Produktfamilie DSLR. Sie vereint in sich das Beste der Kameras EOS-1D und EOS-1Ds und kombiniert diese zu einer Einheit, die sowohl hohe Auflösung als auch ultraschnelle Aufnahmen bietet. Sie müssen sich nicht mehr für eine von beiden entscheiden, da beide im selben Gehäuse vertrieben werden. Die EOS-1D X geht über die EOS-1D Mark IV hinaus und verändert ihre Konstruktionsweise und ihr Design in jeder Hinsicht. Sie ist mit nichts vergleichbar und bietet eine hohe Auflösung, eine hohe Bildrate und Aufnahmen mit hoher ISO-Empfindlichkeit mit einem Vollformat-CMOS-Sensor und branchenweit unerreichte HD-Videoaufnahmen in einer Kamera. Dies ist eine neue Definition von Leistung.

Wichtige Spezifikationen

  • Vollformat-CMOS-Sensor mit 18,1 Megapixeln
  • 61-Feld-AF mit bis zu 41 Kreuz-AF-Feldern
  • Fokus-Modi „Bereich“, „Spot“ und „AF-Erweiterung“
  • DUAL „DIGIC 5+“ -Prozessoren
  • Aufnahmen mit 12 B/s und ultraschnellen 14 B/s Reihenbildern
  • standardmäßige ISO-Empfindlichkeit von 100 bis 51.200, ISO-Empfindlichkeit 50 bis 204.800 mit Erweiterung
  • RGB-AE-Sensor mit 100.000 Pixeln
  • DIGIC 4-Prozessor speziell für AE-Funktionen
  • +/- 5 Belichtungskorrekturstufen
  • Full-HD-Videoaufnahmen mit ALL-I- oder IPB-Komprimierung
  • Videocliplänge von 29 Min. und 59 Sek. in Full HD
  • 55 ms Auslöseverzögerung, 36 ms über die benutzerdefinierte Funktion „Shortened Release Lag“ (verkürzte Auslöseverzögerung)
  • Timecode-Einstellung für HD-Videoaufnahmen
  • Transparenter LCD-Sucher mit neuem Fokussierbildschirm
  • 1,04 Millionen Pixel Clear View II LCD-Bildschirm (8,11 cm)
  • Verbessertes EOS Integrated Cleaning System (EICS, „in EOS integriertes Reinigungssystem“)
  • Zwei CF-Kartensteckplätze
  • Geräuschlose Steuerung der Touchpad-Bedienfläche

Vollformat-CMOS-Sensor

Canon kann auf eine lange Geschichte der Konstruktion und Fertigung eigener CMOS-Sensoren zurückblicken. Der in der EOS-1D X verbaute Vollformatsensor ist eine Weiterentwicklung des Sensors, der in der EOS-1D Mark IV verbaut ist. In ihm sind die jüngsten Fortschritte der Fertigungstechnologie für Fotodioden umgesetzt.

Der CMOS -Sensor der EOS-1D X hat erhöhte Lichtempfindlichkeit, Bildrauschen-Reduzierung bei höherer ISO-Empfindlichkeit, einen breiteren Dynamikbereich und eine 16-Kanal-Auslesung, mit der schnelle Reihenbildaufnahmen mit bis zu 14 B/s problemlos möglich sind. Es ist das erste Mal, dass die Technologie von Canon mit lückenlosen Mikro-Objektiven, mit der sich die Lichtaufnahmefähigkeit maximieren lässt, in einem Vollformat-Sensor verwendet wurde.

Die neue Fotodiodenkonstruktion hat zu einer verbesserten fotoelektrischen Umwandlungsrate geführt, die eine erhöhte Lichtempfindlichkeit möglich macht. In Kombination mit verbesserten Transistoren in den Pixeln wurde das Signal-Geräusch-Verhältnis verbessert. Hierdurch wird es möglich, höhere ISO-Empfindlichkeiten zu nutzen, ohne das Bildrauschen zu verstärken.

CMOS-Sensoren verwenden Mikro-Objektive, um das Licht korrekt in jeden Pixel zu leiten. Wie dies bei anderen Canon CMOS-Sensoren bereits der Fall war, verwendet der Sensor in der EOS-1D X lückenlose Mikro-Objektive, die sich oberhalb der jeweiligen Fotodiode befinden und die Lichtaufnahmefähigkeit erhöhen, unabhängig davon, in welchem Winkel das Licht am Sensor eintrifft. Es ist das erste Mal, dass lückenlose Mikro-Objektive für einen Canon Vollformatsensor verwendet wurden. Sie sind ein wichtiges Puzzleteil, das die Fähigkeit der Kamera zu hoher ISO-Empfindlichkeit nutzbar macht. Die neu konstruierten CMOS-Schaltkreise wurden auch entwickelt, um einen breiteren Dynamikbereich abzudecken. Dies bedeutet eine höhere Detailtreue sowohl für Schatten als auch für Belichtung im Vergleich zu Vorgängermodellen.

Anders als bei früheren CMOS-Sensoren, die in anderen EOS DSLRs verbaut wurden, wurde der Sensor in der EOS-1D X entwickelt, um nicht nur bei Fotoaufnahmen überragende Ergebnisse zu liefern, sondern auch bei Videoaufnahmen in Full 1.080p HD. Im Vergleich zu dem Sensor, der in der EOS 5D Mark II verbaut wurde, wurden der Sensor in der EOS-1D X und die zugehörige Bildverarbeitung dazu entwickelt, weniger Moiré-Muster und Fehlfarben anzuzeigen. Dies ermöglicht eine größere Detailtreue und eine erhöhte Bildqualität.

Ein Vollformatsensor mit 18 Megapixeln, der 14 Bilder pro Sekunde macht, erzeugt einen großen Signalfluss, der schnell vom Sensor zu entfernen ist. Um dies zu ermöglichen, verwendet die EOS-1D X einen schnellen 16-Kanal-Ausgang mit Simultanauslesung zweier vertikaler Pixel. Sie ist etwa 1,4-mal schneller als das Auslesesystem, das in der EOS-1D Mark IV verbaut ist. Diese Tatsache erlaubt ihm eine Aufnahmegeschwindigkeit von 14 Bildern pro Sekunde. Dies ist erstklassig für eine Kamera mit einem digitalen 35-mm-Vollformat-Sensor. Beachten Sie, dass bei einer ISO-Empfindlichkeit von 32.000 oder höher die Bildrate auf 10 B/s verringert ist. Dies entspricht der schnellsten Aufnahmerate der EOS-1D Mark IV.

Antriebssystem

Bahnbrechend für eine Vollformat-Kamera mit 35 mm-Sensor: Die EOS-1D X bietet standardmäßig eine Aufnahmerate von 12 B/s mit der optionalen ultraschnellen Einstellung von 14 B/s in One-Shot-AF bei verriegeltem Spiegel.

Um diese hohen Bildraten erreichen zu können, bietet die EOS-1D X verschiedene Schlüsseltechnologien, die es ermöglichen, dass sich Blende und Spiegel schnell bewegen, ohne dass das Kameragehäuse zusätzlich vibriert. Die Kamera nutzt ein System mit zwei geeigneten Motoren, die sowohl den Spiegel als auch die Blende mit hoher Drehzahl antreiben. Diese Motoren generieren hohe Drehmomentwerte, um ein Kurzstreckengetriebe anzutreiben, das die Minimierung des Energieverlusts unterstützt.

Im Hochpräzisions-AF-System werden Spiegel und Hilfsspiegel durch einen vierstufigen Dämpfungsmechanismus fixiert, um Schwankungen und Vibrationen bei den Aufnahmen zu reduzieren. Das garantiert außerdem ein klares Sucherbild auch bei Aufnahmen mit 12 Bildern/Sekunde.

Für Schnellaufnahmen bietet die Kamera eine Standard-Auslöseverzögerung von 55 ms. Dies bedeutet, dass unabhängig von dem Objektiv oder den Einstellungen, die Sie verwenden, die Verzögerung höchstens bei 55 ms liegt. Es gibt jedoch unter den Custom-Funktionen der Kamera eine Option für verkürzte Auslösezeit. Diese verkürzt die Auslöseverzögerung weiter auf eine eindrucksvolle Mindestgeschwindigkeit von nur 36 ms – derzeit die schnellste Auslöseverzögerungszeit, die eine DSLR-Kamera* erreichen kann. Wenn diese Custom-Funktion eingestellt ist, wird der exakte Auslösungszeitpunkt von anderen Faktoren bestimmt, z. B. dem verwendeten Objektiv und der von Ihnen eingestellten Blende, sodass diese zwischen 36 ms und 55 ms variiert.

(*Stand: 22. September 2011.)

Die EOS-1D X nutzt zwei DIGIC 5+ Prozessoren. Diese bieten verschiedene Vorzüge, darunter eine schnelle Bildverarbeitung, um standardmäßig Bilder mit 18,1 Megapixeln bei bis zu 12 B/s zu liefern, und bis zu 14 B/s mit ultraschnellen Reihenaufnahmen.Bild vergrößern

Die Mechaniken, die den Reflexspiegel und die Blende antreiben, sind nur ein Aspekt des Antriebssystems. Das andere Puzzleteil sind die Daten, welche die Kamera während der ultraschnellen Aufnahmen erzeugt.

Sobald das analoge Signal aus dem CMOS-Sensor durch die 16-Kanal-Auslesung entfernt wurde, senden vier separate Analog-Digital-Konverter mit vier Kanälen die Daten zum Verarbeiten an die Dual DIGIC 5+-Bildverarbeitung. Im direkten Vergleich besitzt die EOS-1D Mark IV vier Analog-Digital-Konverter mit zwei Kanälen. Diese senden die Daten an die Dual DIGIC 4-Prozessoren. Mithilfe der doppelten Menge an Datenkanälen zum Übertragen des Signals ab Sensor kann die Kamera die Daten schnell und effizient in das DIGIC-Verarbeitungssystem einspeisen.

Gesteigerte Leistung bei der Bildverarbeitung

Dank ihrer Ausstattung mit Dual DIGIC 5+-Prozessoren bietet die EOS-1D X verschiedene Verbesserungen in der Bildqualität aufgrund der zum Verarbeiten verfügbaren Leistung. Dank gesteigerter Leistung bei der Verarbeitung können komplexere Berechnungen in derselben Zeit oder schneller ausgeführt werden, oder mehr Daten können innerhalb derselben Zeit verarbeitet werden. Tatsächlich bietet der DIGIC 5+ im Vergleich zum herkömmlichen DIGIC 5-Prozessor eine um ein Dreifaches stärkere Leistung bei der Bildverarbeitung. Die Kombination aus zwei DIGIC 5+-Prozessoren, die zusammen arbeiten, macht es möglich, dass eine enorme Datenmenge innerhalb kurzer Zeit verarbeitet wird.

Die Entwicklung des DIGIC 5+ hat auch neue Leistungsmerkmale und Funktionen gebracht, die es im EOS-Bereich bisher noch nicht gab. Ebenfalls erstmals hinzugekommen zur Serie EOS-1 sind einige von anderen Modellen bekannte Funktionen. Die gesteigerte Leistung bei der Verarbeitung in Kombination mit den Verbesserungen im Sensordesign hat eine Erhöhung der hohen ISO-Empfindlichkeit ermöglicht. Hinzugekommen sind zudem zwei Stopps über die EOS-1D Mark IV im normalen Bereich (bis ISO 51.200), bevor die ISO-Empfindlichkeit eingestellt wird. Darüber hinaus bedeutet die zusätzliche Verarbeitungsleistung, dass – im Gegensatz zur EOS-1D Mark IV – das Einstellen der Geräuschverringerung für die hohe ISO-Empfindlichkeit auf [Strong] (stark) nicht die Anzahl der Reihenbilder verringern kann, die in einer Serie aufgenommen werden können.

Eine weitere neue Funktion, die mit dem Prozessor DIGIC 5+ hinzugekommen ist, besteht darin, mit mehreren Belichtungen aufzunehmen, wobei verschiedene Bilder übereinander „gestapelt“ werden. Die DIGIC 5+ Prozessoren ermöglichen Bilderfolgen von zwei bis neun separaten Bildern, um ein finales Signalbild zu erstellen. Diese Funktion ist verfügbar für RAW- und JPEG-Bilder. Wenn jedoch M-RAW oder S-RAW eingestellt ist, wird die Aufnahmequalität automatisch auf RAW umgestellt.

Wie bei einer digitalen Belichtung mit mehreren Einstellungsmöglichkeiten üblich, gibt es unterschiedliche Belichtungseinstellungen, die so eingestellt werden können, dass sie zum Endergebnis passen und Ihre Anforderungen erfüllen. Diese sind [Additive] (additiv), [Average] (Durchschnitt), [(Comparative) Bright] (relative Helligkeit) und [(Comparative) Dark] (relative Dunkelheit).

Die Belichtungsregelung Additive ist für diejenigen gedacht, die an das Aufnehmen mit mehreren Belichtungen mit Videokameras gewöhnt sind. Statt jedes Bild mit der korrekten Belichtung aufzunehmen, wird die Gesamtbelichtung vom jeweiligen Einzelbild hochgerechnet. Um das korrekte Ergebnis zu erhalten, sollten Sie jedes Bild so unterbelichten, dass das resultierende Bild korrekt belichtet wird, sobald sie alle miteinander kombiniert sind.

Die Einstellung [Average] (Durchschnitt) bietet eine automatische Belichtungsregelung. Dabei wird jedes Bild automatisch unterbelichtet, sodass das endgültige Bild anschließend korrekt belichtet wird. Anders als bei der Einstellung [Additive] (additiv) wird von allen Bildern in der mehrfachen Belichtung ein Durchschnitt errechnet, und sie werden in derselben Belichtungseinstellung aufgenommen.

[Comparative Bright] (relative Helligkeit) ist dazu geeignet, einförmig dunkle Szenen mit überlagernden hellen Motiven zu fotografieren. Ein klassisches Beispiel wäre ein Mond, der einen dunklen nächtlichen Himmel überlagert. Erreichen lässt sich dies, indem ausschließlich die hellen Objekte in der Szene bedeckt werden.

Umgekehrt wird [(Comparative) Dark] (relative Dunkelheit) dazu verwendet, die hellen Bereiche von Bildern zu eliminieren, damit ausschließlich die dunklen Bereiche des jeweiligen Bildes bedeckt werden. Diese Einstellung ist hilfreich zum Eliminieren von Reflexionen und hellen Flecken in einem Bild – wie die Reflexionen, die Sie möglicherweise sehen, wenn Sie ein Porträt einer Person mit Brille aufnehmen.

Die erweiterte DIGIC 5+-Verarbeitung hat auch die Entwicklung der kamerainternen Linsenkorrektur ermöglicht. Die neuen EOS-Modelle besitzen die Korrektur der Vignettierung, bei der die Kamera Eckenschattierungen korrigieren kann, wenn Bilder aufgenommen werden. Die neue Korrektur chromatischer Abweichungen funktioniert genauso, entfernt jedoch störende Farbsäume und Halos an Kanten mit hohem Kontrast. Hierdurch wird die Bildqualität insgesamt verbessert und die Leistung Ihrer Canon Objektive optimiert.

Zwei CF-Karten-Steckplätze sind hinten rechts an der EOS-1D X vorhanden. Der Zugriff auf diese erfolgt durch Drehen der Steuerung [CARD] (Karte). Diese befindet sich unterhalb der Steuerung [ON/LOCK/OFF] (EIN/VERRIEGELN/AUS).   

Der Prozessor DIGIC 5+ bringt auch die Fähigkeit mit, die UDMA 7 Speicherkarten zu nutzen. Dies ermöglicht hohe Schreibgeschwindigkeiten für Fotos, bei denen Daten in Reihen produziert werden, und Videos in HD, bei denen die Daten durchgehend gesendet werden. Dies macht es möglich, dass Speicherkarten mit einer konstanten Schreibgeschwindigkeit von bis zu 167 MB/Sek. vollständig genutzt werden. Dies bedeutet, dass die Kamera auch zukünftig in der Lage ist, mit schnelleren Speicherkarten als den derzeit am Markt erhältlichen zu arbeiten. Durch Hinzukommen der beiden CF-Karten-Steckplätze können Sie das gängigste Speicherkartenformat verwenden, das für die professionelle Nutzung entwickelt wurde.

Die EOS-1D X bietet verschiedene neue Funktionen oder Verbesserungen in der Bildverarbeitung, die es erstmals in anderen Modellen im Bereich EOS DSLR gab. Der entscheidende Bestandteil dieser Fortschritte ist das [EOS intelligent Subject Analysis System] (EOS iSA System, „intelligentes Motivanalyse-System von EOS“). Dieses System analysiert automatisch die aufzunehmende Szene hinsichtlich Farbe, Helligkeit, Bewegung, Kontrast oder Abstand. Durch Nutzen der Funktion zum Erkennen von Gesichtern in der Szene kann die Kamera erkennen, wie das Motiv beschaffen ist. Entsprechend erkennt sie auch, wie die Parameter wie Weißabgleich, Bildstil, Autofokus, Belichtung und [Auto Lighting Optimiser] (automatische Belichtungsoptimierung) optimale Ergebnisse erzielen.

Die rechte Seite der oberen Platte zeigt die oberen Standard-ISO-Werte von 51.200 im oberen LCD-Feld an. Die erweiterbaren ISO-Einstellungen der Kamera erhöhen den Bereich auf ISO 50 bis 204.800.

Zusätzlich zu den normalen Bildstil-Einstellungen Standard, Landschaft, Porträt, Neutral, Natürlich und Schwarzweiß gibt es eine neue Auto-Einstellung. Basierend auf den Daten zur Szene, die das System EOS iSA gesammelt hat, ermöglicht dieser [Auto Picture Style] (automatische Bildstil) der Kamera, die Werte für Kontrast, Farbton, Schärfe und Sättigung zu optimieren. Dies ist hervorragend für gewöhnliche Schnappschüsse, jedoch besonders effektiv bei Aufnahmen von Natur- und Landschaftsmotiven sowie bei Bildern, die bei Sonnenuntergang aufgenommen werden.

Ebenso wurde Auto Lighting Optimiser (ALO, „automatische Belichtungsoptimierung“), eine Funktion der EOS-1D Mark IV, dahin gehend verbessert, bessere Ergebnisse beim Aufnehmen von Sonnenuntergängen, hochsaturierten Motiven oder Motiven mit Überbelichtung zu erzielen, die einfach überbelichtet werden könnten. Dies ist besonders nützlich bei Gegenlicht-Aufnahmen, bei denen die automatische Belichtung dazu führen kann, dass ein Motiv unterbelichtet wird. Wenn ALO eingeschaltet ist, ermöglicht Ihnen diese Funktion, die beste Belichtungsbalance für das gesamte Bild auch dann zu erreichen, wenn Sie z. B. Porträts mit Hintergrundbeleuchtung aufnehmen.

Dieses EOS iSA System wird auch dazu verwendet, die Genauigkeit der Weißabgleich-Einstellungen zu verbessern. Diese Änderungen sind höchst bemerkenswert beim Aufnehmen von Porträts oder Sonnenuntergängen, bei denen die Hauttöne exakter aufgezeichnet werden und die Farben des Sonnenuntergangs lebendiger sind. Sie sind auch offensichtlich bei Aufnahmen mit Lichtquellen mit niedriger Farbtemperatur wie künstlichem Licht. Früher konnten diese Szenen sehr gelbe oder orange Bilder hervorbringen. Bei der EOS-1D X ist dies jedoch stark verringert, was zu natürlicher aussehenden Bildern führt.

ISO-Funktionen

Eine der am stärksten nachgefragten Funktionen bei Digitalkameras sind die verbesserte hohe ISO-Empfindlichkeit und die Fähigkeit, saubere Bilder bei höher eingestellten ISO-Werten aufzunehmen. Die EOS-1D X punktet in beiden Fällen, da sie 51.200 als höchste Standard-ISO-Einstellung bietet. Mit Erweiterungseinstellungen, auf die Sie über Custom-Funktionen zugreifen können, sind Sie in der Lage, so lange aufzunehmen, bis eine ISO-Empfindlichkeit von 204.800 erreicht ist. Ebenso gibt Ihnen die niedrige Erweiterungseinstellung einer ISO-Empfindlichkeit von 50 die Option, eine längere Verschlusszeit für kreative Zwecke zu erreichen.

AF-System

Die EOS-1D X bietet ein vollständig neues Autofokus-System, das so konstruiert ist, dass es eine konsistente Scharfeinstellung liefert – unabhängig davon, woraus das Motiv besteht oder wie schlecht die Belichtungsbedingungen sein mögen. Autofokus-Systeme haben allgemein betrachtet einen Punkt erreicht, an dem sie ihre Leistung nicht mehr steigern können. Da es sich hierbei um Prädiktionssysteme handelt, müssen sie ermitteln, was ein Motiv wahrscheinlich als nächstes tut, um daraus zu schließen, worauf der Fokus gerichtet werden soll. Leider ist dies nicht möglich bei Motiven, die sich ungleichmäßig bewegen. Dies ist manchmal auch die Ursache ausgelassener Bilder.

Das Anpassen der Kamera-AF-Einstellungen, wie diese für optimale Leistung an der EOS-1D Mark III und EOS-1D Mark IV erforderlich sind, ist eine Möglichkeit, bessere Ergebnisse zu erreichen. Dies erfordert jedoch Wissen darüber und Erfahrung darin, wie das AF-System funktioniert, um es optimal zu nutzen.

Um das Ziel eines optimalen AF in verschiedenen Situationen und unter unterschiedlichen Belichtungsbedingungen zu erreichen, nutzt die EOS-1D X weit mehr als nur einen Autofokus-Sensor, wie dies bei früheren Kameramodellen der Fall war. Stattdessen werden Daten aus dem 61-Feld-AF-Sensor, den automatischen Belichtungssensoren, einem Sensor zur AF-Korrekturlichtquelle und, mit bestimmten Objektiven, einem Schwenkerkennungs-Dreh-Sensor gesammelt. Diese Sensoren bieten einen wichtigen Vorteil gegenüber One-Shot-AF-Aufnahmen. Der Hauptvorteil liegt bei AI Servo, wo sie dabei helfen können, das Motiv zu erkennen, nicht nur durch Kontrast, sondern auch durch Farbe. Damit die AF-Einrichtung einfacher wird, bietet die EOS-1D X auch ein vereinfachtes AF-Einstellungsmenü, bei dem eine Beschreibung und ein Nutzungsbeispiel für die jeweilige Funktion angezeigt werden.

Die AF-Einheit der EOS-1D X. Die Kamera hat ein neu entwickeltes hochpräzises AF-System mit 61 vom Benutzer wählbaren AF-Feldern, von denen 41 Kreuzsensoren, und fünf Doppelkreuzsensoren für zusätzliche Präzision sind.

61-Feld-AF

Der neu entwickelte AF-Sensor in der EOS-1D X bietet eine Erhöhung der AF-Felder von 45 bei der EOS-1D Mark IV auf 61. Von diesen 61 AF-Feldern fungieren bis zu 41 als Kreuzsensoren, die Kontraste sowohl horizontal als auch vertikal erfassen können. Die exakte Anzahl an Kreuzsensoren variiert in Abhängigkeit vom Objektiv, das Sie verwenden. Die Verbreitung von AF-Feldern ist dem bei der EOS-1D Mark IV weitgehend ähnlich. Angesichts von weitaus mehr AF-Feldern ist die Präzision jedoch größer, insbesondere dann, wenn sich bewegende Motive anvisiert werden.

Um die Fokusgenauigkeit zu verbessern, bieten alle 61 AF-Felder eine Doppellinien-Zickzack-Anordnung, wie an den drei AF-Feldern innerhalb der EOS 7D zu sehen. Diese Anordnung bietet die besten Aspekte sowohl des erhöhten Pixelabstands für feinere Präzision als auch der erhöhten Geschwindigkeit der AF-Nachführung mit zusätzlichen Datenpunkten, ohne die Nachteile der jeweiligen Einzellösung. Dies ermöglicht eine sowohl schnelle als auch exakte Autofokussierung.

Fünf der zentralen AF-Felder, die vertikal die Mittellinie des Bildes hinunter angeordnet sind, haben die Funktion von Doppelkreuz-AF-Feldern mit Objektiven mit einem 1:2,8 oder einem schnelleren Öffnungsverhältnis (zu sehen am mittleren AF-Feld der EOS 7D). Dies bedeutet, dass sie auch mit einem diagonal ausgerichteten AF-Feld als 'X' sowie einem herkömmlichen horizontal und vertikal angeordneten AF-Punkt in Kreuzform angeordnet sind und somit eine erhöhte Fokuspräzision bieten.

Mithilfe der Objektive, die ein Öffnungsverhältnis von 1:5,6 oder höher haben, fungiert die mittlere Bank der 21 AF-Felder im Einzelnen als Kreuz-AF-Sensor. Die linke und rechte Bank aus 20 AF-Feldern agiert im Einzelnen als Kreuzsensor bei 1:4 und 1:5,6.

Ein Vorteil der erhöhten Fokusempfindlichkeit ist die Fähigkeit, die extreme Defokussierung zu erfassen und entsprechend zu korrigieren. Indem der ganze AF-Sensor verwendet wird, bei dem jedes Feld empfindlich gegenüber vertikalen Linien bei 1:5,6 oder höher ist, kann das Objektiv neu fokussiert werden, und das viel schneller als zuvor. Zu dieser erhöhten Empfindlichkeit gehört, dass die EOS-1D X jetzt in noch niedrigeren Lichtstufen als die EOS-1D Mark IV fokussieren kann. Mithilfe eines einzelnen zentralen AF-Felds mit einem 1:2,8-Objektiv könnte die EOS-1D Mark IV in leichten Stufen der EV -1 fokussieren. Die EOS-1D X ist jedoch in der Lage, in EV -2 zu fokussieren. Dies entspricht Aufnahmen im Licht des Vollmonds.

Der AF-Algorithmus wurde auch ausgehend von dem geändert, der in der EOS-1D Mark IV gefunden wurde. Der neue AI Servo AF III wurde mithilfe des Feedbacks zur Evaluierung von professionellen Fotografen, die Schnappschüsse mit der EOS-1D Mark IV gemacht haben, entwickelt. Hierbei ist das Ziel, eine höhere Präzision bei der Fokussierung und eine stabilere AF-Nachführung zu erreichen. Diese Änderungen wurden auf vier verschiedene Arten implementiert.

Mit einem Prädiktions-AF-System nimmt die Kamera kontinuierlich die Position des Motivs auf und sagt voraus, wo sich diese für das nächste Bild befindet. Die entsprechende Berechnung basiert auf der bisherigen Bewegung. Wenn es der Kamera nicht gelingt, die Position des Motivs in einem Aufnahmezeitraum zu erfassen, wird das negative Ergebnis jetzt ignoriert. Der nächste Fokuspunkt basiert auf den vorherigen genauen Ergebnissen. Genauso gilt: Wenn Sie ein sich bewegendes Motiv verfolgen und ein Objekt zwischen Ihrer Position und dem Motiv vorbeizieht, könnte die Kamera irritiert werden und zu einem neuen Fokusabstand springen.

Die EOS-1D X ignoriert die Ergebnisse, wenn der AF-Abstand große Sprünge zu machen scheint, sodass er weiterhin das Motiv verfolgen kann, wenn er wieder hinter einem Hindernis hervorkommt. Dies erfolgt basierend auf den Ergebnissen, die ermittelt wurden, bevor das Hindernis das Motiv bedeckte. Genauso gilt, dass bei einem plötzlichen großen Sprung im Fokusabstand die Kamera das Objektiv nicht direkt in den neuen Abstand fährt. Stattdessen fährt sie nach und nach den Objektivfokus in Position. Dabei richtet sie sich nach den Ergebnissen der vorangegangenen erfolgreichen Fokusabstandseinstellung.

Die erhöhte Empfindlichkeit des Fokussystems hat auch schnellere Prädiktionsfokusmessungen ermöglicht. In früheren EOS-Kameras gab es einen Aufwärmzeitraum, in dem das AF-System mit der Nachführung begann. Dieser wurde jetzt so verkürzt, dass die EOS-1D X mit der Prädiktionsnachführung beginnen kann, sobald sich das Motiv zu bewegen beginnt.

Das Gehäuse der EOS-1D X™ ist aus einer Magnesiumlegierung gefertigt. Diese hilft dabei, sie hochbeständig für den professionellen Einsatz in schweren Anwendungen zu machen.

Lichtquellenerkennung

Wie erstmalig bei der EOS 7D bietet die EOS-1D X ein Lichtquellenerkennungssystem, um die Fokusgenauigkeit unter künstlicher Beleuchtung zu verbessern. Aufgrund der höheren Auflösung der AF-Sensoren kann die chromatische Abweichung innerhalb der Optik zu Fokusfehlern führen, da die verschiedenen Farben der Lichtwellen in leicht unterschiedlichen Abständen fokussiert werden. Da jedoch die Kamera festlegen kann, wie viel rotes/grünes oder blaues/grünes Licht in einer Szene vorhanden ist, kann das AF-System beliebige potentielle chromatische Abweichungen einstellen, die innerhalb des AF-Systems auftreten können. Dies ist in allen Aufnahmesituationen von Nutzen. Den größten Vorzug erhalten Sie jedoch, wenn Aufnahmen bei künstlicher Belichtung gemacht werden.

Fokussierung während Kameraschwenks

Die EOS-1D X hat einen zweiachsigen Gyrosensor eingebaut, der die Kamerabewegung sowohl horizontal als auch vertikal erfassen kann. Wenn die Schwenkbewegung erfasst wird, stoppt sie das Umschalten des AF-Messfelds auf ein neues Motiv, sollten Sie während der Aufnahmen über ein Hindernis innerhalb des Rahmens schwenken. Wenn die Mark II Supertelefoto-Objektive verwendet werden, z. B. die EF300mm 1:2,8L IS II USM oder die EF400mm 1:2,8L IS II USM, nutzt die Kamera den IS-Gyro-Sensor. Dieser befindet sich im Objektiv – im Gegensatz zu dem, der sich in der Kamera selbst befindet.

EOS intelligent Tracking and Recognition AF (EOS iTR AF, „EOS intelligente Nachführung und Erkennung AF“)

Zusätzlich zu allen Daten, die das AF-System bereitgestellt hat, nutzt die Kamera auch die Daten, die der neue AE-Sensor und AE DIGIC 4-Prozessor bereitstellen, um die Fokusnachführung im AI Servo-Modus zu verbessern.

Gemäß Voreinstellung arbeiten die AF-Systeme auf Basis der Kontrasterkennung. Sie suchen nach Kontrast und fokussieren den Bereich des größten Kontrasts. In einigen Situationen jedoch, insbesondere mit Auto-AF-Messfeldauswahl, kann dies dazu führen, dass der Fokus vom Motiv zu einem anderen Bereich springt, da sich die Kontraststufen aufgrund der Änderungen in der Belichtung ändern. Da das AE-System der EOS-1D X die Farbe eines Motivs erkennen kann, können diese Daten an das AF-System gesendet werden, um die Nachführung zu verbessern.

Indem das AF-System die Farbe des ursprünglich fokussierten Motivs verwendet, kann es die Bewegung des Motivs durch Kontrast und Farbe über das ganze Bild hinweg verfolgen. Es kann auch automatisch den am besten geeigneten Fokuspunkt auswählen, wenn es die Position des Motivs im Bild kennt. Hierdurch erhalten Sie die Freiheit, sich auf die Komposition Ihrer Bilder zu konzentrieren, und nicht darauf, das optimale AF-Messfeld für den Fokus auszuwählen.

Das System arbeitet nicht nur mit der Farbe der Motive, sondern auch mit Gesichtern. Da das Antibeschlagsystem erkennen kann, ob innerhalb des Bildes ein Gesicht vorhanden ist, kann das Motiv exakt und schnell über das ganze Bild hinweg verfolgt werden, ohne den Fokuspunkt kontinuierlich ändern zu müssen. Wenn mehrere Gesichter innerhalb des Bildes vorhanden sind, können Sie durch manuelles Auswählen eines AF-Messfelds sicherstellen, dass das richtige Gesicht anfangs fokussiert und in den darauffolgenden Bildern verfolgt wird.

Lebensdauer des AF-Systems

Ein ultraschnelles und ultraempfindliches AF-System ist zweifellos eine großartige Funktion. Es hat jedoch bei Umweltbedingungen verschiedenster Art zu funktionieren. Um sicherzustellen, dass dieses System langlebig genug für den professionellen Einsatz ist, wurden die verwendeten Materialien dahin gehend ausgewählt, gegen hohe und niedrige Temperaturen sowie gegen hohe Feuchtigkeit in gleicher Weise beständig zu sein. Der Hilfsspiegel des AF-Systems wurde ausgehend von einer Ellipsenform in eine flache Oberfläche geändert, wie bei der EOS-1D Mark IV zu sehen. Hierdurch erhalten Sie eine höhere AF-Stabilität.

AF-Funktionen

Die EOS 7D DSLR von Canon besitzt eine umfassende Liste von Methoden zur Auswahl von Fokuspunkten. Dies ist etwas, das bei anderen Modellen gut aufgenommen und stark nachgefragt wurde. Entsprechend bietet die EOS-1D X sechs verschiedene AF-Messfeld-Auswahlmodi, einschließlich Spot-AF für alle Objektive, nicht nur die Super-Telefotomodelle, wie bei der EOS-1D Mark IV.

Im Einpunkt-AF wird ein einzelnes AF-Messfeld (ab 61 verfügbar) manuell ausgewählt und von der Kamera zum Fokussieren verwendet. Mithilfe von [Auto Selection] (automatische Auswahl) wählt die Kamera aus einem beliebigen der 61 verfügbaren AF-Messfelder aus, um das Motiv zu fokussieren. Einpunkt-Spot-AF ist dasselbe wie Einpunkt-AF. In der Spot-Fokussierung verwendet die Kamera einen kleineren Abschnitt des AF-Sensors, um das AF-Messfeld präziser am ausgewählten Motiv platzieren zu können. Dies ist von Nutzen, wenn Sie an Hindernissen vorbei aufnehmen, z. B. beim Fokussieren eines Löwen, der im hohen Gras liegt. Spot AF wird jedoch nicht empfohlen für sich schnell bewegende Motive oder in einer Umgebung mit schwacher Belichtung. Wenn Sie eine dieser beiden Optionen verwenden, blinken die AF-Messfelder ohne Kreuz während der Auswahl des AF-Messfelds, sodass Sie es bemerken, wenn das AF-Messfeld, das Sie verwenden möchten, ein Kreuztyp ist oder nicht. 

Um mehr Kontrolle über die Verfolgung sich bewegender Motive zu erhalten, gibt es zwei AF-Messfeld-Erweiterungseinstellungen. In der AF-Messfelderweiterung wird ein einzelnes AF-Messfeld manuell ausgewählt. Die Kamera verwendet anschließend einige Punkte der Umgebung, um die Nachführung des Motivs zu unterstützen. Die Optionen sind entweder eine kreuzweise Anordnung, wobei die unmittelbar darüber, darunter, links und rechts liegenden Punkte verwendet werden, oder die Ihren manuell ausgewählten Punkt umgebenden acht Punkte.

Der finale AF-Auswahlmodus ist Bereichs-AF. Wie bei der EOS 7D ermöglicht dies Ihnen, einen der neun Bereiche auszuwählen. Innerhalb des ausgewählten Bereichs werden die AF-Messfelder von der Kamera genau so ausgewählt wie bei der automatischen AF-Messfeldauswahl. Die Messfelder, aus denen ausgewählt wird, sind auf diesen Bereich begrenzt.

AF-Konfigurationswerkzeug

Auch wenn das AF-System in der EOS-1D X ganze Arbeit leistet: Um sicherzustellen, dass Sie das Beste aus ihm herausholen, sollte es auf das Motiv zugeschnitten werden, das Sie zu diesem Zeitpunkt aufnehmen – insbesondere dann, wenn das Motiv sich bewegt. Dies mit Vorgänger-EOS-Modellen zu erreichen erfordert ein tiefgreifendes Verständnis davon, wie das AF-System funktioniert und zu was es fähig ist. Bei der EOS-1D X wurde dieser Prozess mithilfe von AF-Voreinstellungen vereinfacht – Einstellungen, die Ihren Weg zur gewünschten Einstellung fast vollständig prägen, mit Feineinstellungen, die anschließend verfügbar sind, um eine Feineinstellung der Leistung vorzunehmen, die zu Ihrem individuellen Aufnahmestil passt.

Um eine einfachere Menünavigation und -einstellung zu erreichen, werden alle AF-Einstellungen und Custom-Funktionen jetzt in einer Menü-Registerkarte gruppiert. Es ist also nicht erforderlich, in verschiedene Menübereiche zu springen, um Änderungen vorzunehmen.

Innerhalb der AF-Einstellungen gibt es einige ebenfalls neue Konfigurationsoptionen. Die erste von diesen ist die Verfolgung der Funktion „Acceleration/Deceleration“ (Beschleunigung/Verlangsamung). Diese Funktion ist von Nutzen für Motive, die ihre Geschwindigkeit ändern, z. B. ein Rennauto. Mit drei Einstellungsstufen können Sie die Fokussierung auf größere Stabilität im AF-System hin einstellen. Die Einstellung 0 ist ausgelegt für Motive, die ihre Geschwindigkeit nicht ändern, während sie sich bewegen. Die Einstellungen 1 und 2 werden verwendet für Motive, die sich schnell bewegen oder die beschleunigen oder plötzlich anhalten. Sie sollten nicht verwendet werden, wenn sich die Motive sanft bewegen, da hierdurch der Fokus weniger stabil für die entsprechenden Motive werden könnte.

Die Verschlusseinheit der EOS-1D X arbeitet bei 55 ms mit „Shortened Release Lag“ (verkürzte Auslösezeit) von 36 ms, die über eine Custom-Funktion verfügbar ist.

Die zweite Konfigurationsoption ist für das automatische Umschalten des AF-Messfelds. Sie wird verwendet in Kombination mit der Auswahl von Auto-AF-Messfeld, Bereichs-AF oder AF-Messfelderweiterung. Sie ermöglicht es, die Geschwindigkeit einzustellen, bei der die AF-Messfelder geändert werden, um ein Motiv zu verfolgen, das sich über das Bild hinweg bewegt. Die Standardeinstellung „0“ ermöglicht eine schrittweise Änderung des AF-Messfelds. Durch Auswählen von „1“ oder „2“ wird schrittweise die Geschwindigkeit erhöht, mit der ein anderes AF-Messfeld ausgewählt wird.

Diese Optionen erfordern von Ihnen, dass Sie mit Ihrem Motiv vertraut sind. Hierbei sollen die Voreinstellungen Sie unterstützen. Es gibt sechs Voreinstellungen, die für verschiedene Szenarien ausgelegt sind. Anstatt sich daran erinnern zu müssen, was die jeweilige Einstellung tut, liefert die Kamera ein Symbol und eine Beispielnutzung in der Menüanzeige, damit die Auswahl der korrekten Option einfach wird.

Die Voreinstellung „Case 1“ (Fall 1) ist für Aufnahmen zu allgemeinen Zwecken gedacht. Sie bietet eine genaue und schnelle Fokussierung für einen großen Bereich von Aufnahmesituationen. Einfach nur diese Option für alles auswählen bedeutet jedoch, dass Sie das AF-System nicht in seinem gesamten Umfang nutzen können. Mit einer kleinen Anpassung werden Sie jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit noch bessere Ergebnisse erzielen.

„Case 2“ (Fall 2) ist ausgelegt für Situationen, in denen das Motiv sich vorübergehend vom AF-Messfeld wegbewegt. Die Kamera verfolgt und fokussiert das Motiv auch dann, wenn sich das Motiv vom AF-Messfeld wegbewegt oder ein Hindernis vorübergehend zwischen Ihnen und Ihrem Motiv hervorkommt. Dies ist nützlich für Motive wie Schwimmen, Skifahren oder Tennis.

„Case 3“ (Fall 3) ermöglicht es Ihnen, sofort Motive zu fokussieren, die in den AF-Messfeld-Bereich eintreten. Dies ist hilfreich zum schnellen Einstellen auf ein neues Motiv oder zum schnellen Umschalten zwischen Motiven. Beispielsweise passt dies zu alpinem Skisport oder dem Start eines Radrennens, bei dem verschiedene Motive vorhanden sind. Möglicherweise möchten Sie schnell zwischen diesen auswählen können.

„Case 4“ (Fall 4) ist ausgelegt für Motive, die ihre Geschwindigkeit oder Richtung schnell ändern. Dies ist z. B. im Motorsport oder beim Fußball der Fall. Die Kamera gibt der Geschwindigkeit der Nachführung Priorität, um mit diesen Änderungen der Geschwindigkeit Schritt zu halten – auch dann, wenn die Fokusergebnisse nahelegen, dass es sich um eine sehr schnelle Änderung im Fokusabstand handelt.

„Case 5“ (Fall 5) ist ausgelegt für die Verwendung zusammen mit der automatischen AF-Messfeld-Auswahl, Bereichs-AF und AF-Messfeld-Erweiterung und Motiven, die sich gleichmäßig nach oben und unten oder links und rechts bewegen. Die Einstellungen ermöglichen es der Kamera, die AF-Messfelder schnell umzuschalten, um mit der Bewegung Schritt halten zu können. Dieser Fall ist am besten geeignet für Motive wie Eiskunstläufer oder Luftakrobatik-Vorführungen, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit ungleichmäßige Bewegungen vorkommen.

„Case 6“ (Fall 6) ist im Prinzip eine Kombination aus „Case 4“ (Fall 4) und „Case 5“ (Fall 5). Er ist für Motive gedacht, die ihre Geschwindigkeit abrupt ändern und sich ungleichmäßig bewegen. Wie „Case 5“ (Fall 5) wird er mit der automatischen AF-Messfeldauswahl, Bereichs-AF und AF-Messfelderweiterung verwendet. Selbst wenn das Motiv plötzlich startet oder stoppt oder ungleichmäßige Richtungsänderungen vornimmt, ermöglicht es diese Einstellung der Kamera, schnell zu reagieren, um mit dem Fokus exakt das Motiv zu verfolgen. Diese Einstellung ist vor allem dann nützlich, wenn Sie Motive wie Basketball oder Gymnastik aufnehmen, bei denen es um Geschwindigkeit und Richtungsänderungen geht.

AF-Feinabstimmung

AF-Feinabstimmung wurde mit der EOS-1D Mark III DSLR eingeführt und ermöglicht es Ihnen, den exakten Fokuspunkt leicht nach vorne oder hinten zu bewegen, um sicherzustellen, dass die Kamera und das Objektiv perfekt aufeinander ausgerichtet sind. Aufgrund der erhöhten Auflösung der Kamerasensoren sind leichte Fehlausrichtungen des Fokus eher dann zu sehen, wenn Bilder betrachtet werden. Obwohl die Kameras und Objektive für äußerst hohe Toleranzen ausgelegt sind, gibt es einen Toleranzbereich. In einigen Fällen kann sich die Kamera am einen Ende des Bereichs und das Objektiv am anderen Ende befinden. Zu diesem Zeitpunkt würden Sie bemerken, dass sich der Fokuspunkt entweder vor oder hinter dem Punkt befindet, von dem Sie dachten, dass er dort liegen sollte. Wenn Sie AF-Feinabstimmung verwenden, können Sie die beiden zusammenbringen.

AF-Feinabstimmung in der EOS-1D X wurde in der Nutzung vereinfacht und kompakter gemacht. Es kann jetzt die Seriennummer eines Objektivs erfasst werden, sodass Sie eine Einstellung über das jeweilige spezifische Objektiv vornehmen können. Bei Vorgänger-Kameramodellen, wenn Sie z. B. ein EF70-200mm 1:2,8L IS II USM Zoomobjektiv einstellen, wird jedes EF70-200mm 1:2,8L IS II USM Objektiv, das Sie an die Kamera angeschlossen haben, in demselben Maße fein eingestellt. Jetzt können Sie Einstellungen für jedes einzelne Objektiv vornehmen, das Sie verwenden. Wenn die Seriennummer Ihres Objektivs nicht erkannt wird, ist es möglich, eine Seriennummer für ein Objektiv im Kamera-Menü zu registrieren.

Die Feineinstellung mit Zoom-Objektiven wurde ebenfalls vereinfacht. Früher war es nur möglich, eine Feineinstellung pro Objektiv zu registrieren. Mit der EOS-1D X jedoch ist es jetzt möglich, Einstellungen für Weitwinkel- und Telefoto-Einstellungen eines Zoom-Objektivs vorzunehmen. Mit ihr können Sie sicherstellen, dass unabhängig davon, welche Brennweite Sie mit einem Zoom verwenden, Ihre Bilder exakt fokussiert werden.

Die AE-Sensoreinheit der EOS-1D X ist ein 100.000-Pixel-RGB-Sensor, der 252-Sektor-Messung bietet und von einem zugehörigen DIGIC 4-Prozessor gesteuert wird.   

Messsystem

Das Messsystem, das in der EOS-1D X eingesetzt wurde, ist ein vollständig neues Design – es besitzt einen 100.000-Pixel-RGB-Sensor, der nicht nur die leichten Stufen messen soll, sondern auch die Farbinformationen und das Vorhandensein eines Gesichts innerhalb des Bildes erkennen soll.

Während der Messung teilt der Sensor das Bild in 252 Sektoren. Bei der EOS-1D Mark IV waren es noch 63 Messsektoren. Die 252 Messsektoren werden auch verwendet für Blitzmessung. Diese ermöglicht eine präzisere Motivposition basierend auf den Werten vor dem Blitzen.

In Umgebungen mit schwacher Belichtung, in denen einige Sektoren u. U. wenig oder kein Licht erhalten, was zu einer inkonsistenten Belichtung führen könnte, vergrößert der Sensor den jeweiligen Sektor, sodass er aus 35 Sektoren misst.

Da der Messsensor die RGB-Daten erfasst, kann er die Farbe der Szene berechnen. Auf diese Weise kann er Daten zur Farbverfolgung für das AF-System und Daten zur Gesichtserkennung liefern, sowohl für AF als auch für die automatische Szenenerkennung. Der Sensor ist vor allem empfindlich für grün und gelb, da diese Farben die Belichtungswerte beeinflussen und entsprechend zu Überbelichtung oder Unterbelichtung führen können. Wenn sie Farbdaten und -informationen aus den 61 AF-Messfeldern nutzt, kann die EOS-1D X erfassen, wo im Bild sich das Motiv befindet. Anschließend kann sie die Belichtung entsprechend ändern, um die bestmögliche Belichtung einzustellen. Dies ermöglicht stabilere und exaktere Belichtungen, als mit der EOS-1D Mark IV möglich sind.

Die Ausgangsverbindungen der EOS-1D X auf der linken Seite der Kamera. Im Uhrzeigersinn (von oben links aus) sind dies der Systemerweiterungsanschluss für ein WFT-E6- oder GP-E1-Gerät (siehe oben), der Ethernet RJ-45-Anschluss, der HDMI-Mini-Ausgang und Audio/Video OUT/Digitalanschluss, der externe Mikrofon-IN-Anschluss und der Fernsteuerungsanschluss (Typ N3) sowie der PC-Anschluss.   

Das Farb- und Gesichtserkennungssystem wird ebenfalls im E-TTL II Blitzmessungs-Algorithmus verwendet. Durch Erkennen eines Gesichts im Bild kann die EOS-1D X exakt den Blitzausgang einstellen, damit das Gesicht auf jeden Fall korrekt belichtet wird. Gleichzeitig werden die reflektiven Objekte innerhalb des Bildes ignoriert. Dies kann anderenfalls zu einer ungenauen Blitzbelichtung führen. Abgesehen davon, dass dieses Merkmal hinzugekommen ist, funktioniert der E-TTL II-Algorithmus in derselben Weise, wie er dies bei der EOS-1D Mark IV und anderen Modellen innerhalb des EOS DSLR-Bereichs tut.

HD-Video

Im Anschluss an die Einführung von Full-HD-Videoaufnahmen mit der EOS 5D Mark II im Jahr 2008 wurde diese Funktion jetzt in die gesamte Produktfamilie der EOS-Kameras integriert. Die EOS-1D X nimmt alle aktuellen Funktionen und vereint diese in einer Kamera. Sie verbessert auch verschiedene Aspekte der Videoaufnahme, um eine größere Benutzerfreundlichkeit und eine bessere Integration in professionelle Arbeitsabläufe zu erreichen. Dies bedeutet: Es besteht die Möglichkeit, Aufnahmen im Format 1.920x1.080 mit 24, 25 und 30 B/s zu machen, aber auch 1.280x720 mit 50 und 60 B/s. Audiopegel können manuell geregelt werden, wie dies bei der EOS 60D und EOS 5D Mark II der Fall ist. Der Bereich für die ISO-Empfindlichkeit für Video-Aufnahmen liegt zwischen ISO 100 und 51.200.

Komprimierung

Die größte Veränderung an der Videoaufnahme ist die Möglichkeit, aus den beiden Komprimierungsmethoden (IPB oder ALL-I) diejenige zu wählen, die Ihren Anforderungen am besten gerecht wird. Die EOS-1D X nimmt Filme nach wie vor mithilfe des Codex H.264 auf. Die Komprimierungsart in diesem Codex wurde jedoch verändert.

Bei Videoaufnahmen werden die erfassten Bilder i. d. R. in Schlüsselbilder oder Intra-Frames und Prädiktionsbilder aufgeteilt. Diese Intra-Frames werden als Referenzbilder verwendet, um die Komprimierung zu unterstützen.

Der erste Typ der verfügbaren Komprimierung ist IPB. Das B in IPB steht für bidirektionale Komprimierung. Mit dem IPB-Differential wird die Komprimierung ausgeführt, indem der Inhalt der kommenden Bilder erahnt wird, mit Referenz zu den zuvor erfassten Bildern und den darauffolgenden Bildern. Wie die Komprimierungsmethode IPP, die in vorherigen EOS DSLRs verwendet wurde, werden einige Daten in einer Group Of Pictures (GOP, Bildergruppe) gespeichert. Dies bedeutet, dass die bildweise Bearbeitung zu einer geringeren Bildqualität führt. Wenn Sie die Video-in-Kamera zur IPB-Bearbeitung verwenden, um Clips zu schneiden, kann dies nur in einsekündigen Abschnitten erfolgen.

Die zweite Komprimierungsmethode ist ausgelegt für Benutzer, die mit Highend-Bearbeitungssystemen arbeiten oder für diejenigen, die auf der Suche nach Spitzenqualität sind. Diese Komprimierung wird ALL-I genannt. ALL-I steht für „Intra-coded Frame“ (intra-codiertes Bild) und unterscheidet sich von IPB und IPP darin, dass alle erfassten Bilder wie Intra-Frames oder Schlüsselbilder behandelt werden. Obwohl jedes Bild noch immer komprimiert ist, gibt es keine weitere Komprimierung, da jedes Bild als Einzelbild betrachtet wird.

Beim Filmen mit ALL-I sind die Dateigrößen etwa dreimal größer als mit IPB. Es ist hierbei einfacher, ein Einzelbild zu bearbeiten, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen. Trotz der zusätzlichen Dateigröße erfordern ALL-I-komprimierte Aufzeichnungen tatsächlich weniger Computer-Verarbeitungsleistung als IPB oder IPP. Entsprechend erfolgt die Wiedergabe bei Computern mit geringerer Spezifikation glatter. Dies liegt daran, dass kein Rendering erforderlich ist, um Daten aus den GOPs, die in IPP und IPB verwendet werden, hochzurechnen.

Größe und Längen von Videoclips

Die nächste große Veränderung bei HD-Video-Aufnahmen ist die Funktion zum Aufnehmen von Dateien, die größer als 4 GB sind. Dank dieser neuen Funktion ist die Längenbegrenzung von HD-Videoclips auf 12 Minuten weggefallen. Aus rechtlichen Gründen beträgt die maximale Gesamtmenge eines Clips beim Aufnehmen in HD jetzt 29 Minuten und 59 Sekunden. Diese Änderung kam mit der Fähigkeit der EOS-1D X, automatisch neue Dateien zu starten. Sobald die 4 GB-Grenze erreicht ist, beginnt die Kamera einfach damit, eine neue Datei zu erzeugen, ohne die Video-Aufnahme zu stoppen. Auf der Speicherkarte finden Sie anschließend verschiedene 4 GB große Dateien. Wenn diese nacheinander wiedergegeben werden, ergeben sie eine Gesamtspielzeit von max. 29 Minuten und 59 Sekunden. Die Wiedergabe einzelner Dateien über die Kamera kann ebenfalls nicht in einem vollständigen Durchlauf abgeschlossen werden. Jede 4 GB große Datei muss einzeln wiedergegeben werden. Damit Sie wissen, wann eine neue 4 GB große Datei erstellt wird, blinkt die Aufnahmezeit oder der Timecode am Video-Aufnahme-Bildschirm etwa 30 Sekunden lang, bevor die Dateigröße 4 GB erreicht wird.

Die EICS-Einheit in der EOS-1D X wurde im Verhältnis zu den vorherigen Einheiten verbessert – sie enthält Ultrasonic Wave Motion Cleaning (Ultraschallwellen-Bewegungsreinigung), um Staubpartikel von den Filtern vor dem CMOS-Sensor abzustreifen.

Timecode

Da dies von professionellen Nutzern stark nachgefragt wurde, enthält die EOS-1D X eine Timecode-Funktion, die sich nach dem Standard Stunde:Minute:Sekunde:Bild richtet. Dieser wurde definiert von der Society of Motion Picture and Television Engineers (SMPTE). Die Bildzählung läuft von 00 bis 29 Bildern, sodass bei Beginn, wenn Sie mit 30 B/s filmen, die Bilder bis 29 gezählt werden, und 1 Sekunde zu dem 30. Bild hinzugefügt wird, um den Zähler auf 00 zurückzustellen.

Der Timecode kann auf eine von vier Arten eingestellt werden. Die Standardeinstellung ist [Count Up] (aufwärts zählen). Innerhalb von [Count Up] (aufwärts zählen) gibt es entweder die Option [Rec. Run] (Durchlauf Aufnahme) oder die Option [Free Run] (freier Durchlauf). Bei [Rec. Run] (Durchlauf Aufnahme) schreitet der Timecode nur dann voran, wenn ein Video aufgezeichnet wird. Dies ist hilfreich, wenn Sie mit einer einzelnen Kamera filmen, da dies dabei hilft, die Clips in chronologischer Reihenfolge zu organisieren. Bei [Rec. Run] (Durchlauf Aufnahme) läuft der Timecode auch dann weiter, wenn die Speicherkarte durch eine neue ersetzt wird. Da die gesamte Aufnahmezeit aufgezeichnet wird, wird die Zählung nicht zurückgesetzt – auch dann nicht, wenn eine Videodatei gelöscht oder die Speicherkarte formatiert wird.

Im Free Run läuft der Timecode auch dann weiter, wenn keine Videodatei aufgezeichnet wird. Dies ist hilfreich beim Filmen mit mehreren Kameras. Wenn Sie die Zeitsynchronisierungsfunktion der EOS-1D X nutzen, können mehrere Kameras auf dieselbe Zeit eingestellt werden, sodass alle erfassten Dateien denselben Startpunkt im Timecode haben. Wenn Sie Material zusammen aufzeichnen, können die Clips anschließend chronologisch angeordnet werden.

Option 2 innerhalb der Timecode-Einstellung ist eine „Start“-Zeiteinstellung. Hier haben Sie die Option, den Start-Timecode in HH:MM:SS:FF mithilfe der manuellen Eingabe-Einstellungsoption zu definieren. Sie können auch den Timecode über die Zurückstellen-Funktion auf 00:00:00:00 zurücksetzen, oder Sie können den Timecode über die Felder HH:MM:SS auf die aktuelle Kamerazeit einstellen.

Die dritte Option ist [Movie Rec.] (Video aufnehmen). Zählen Sie mit den Optionen [Rec. Time] (Aufnahmezeit) und [Time Code] (Timecode). Bei [Rec. Time] (Aufnahmezeit) wird die vergangene Zeit nach dem Starten der Video-Aufnahme auf der hinteren LCD-Anzeige angezeigt, während das Video aufgenommen wird. Bei [Time Code] (Timecode) wird der Timecode angezeigt, während das Video aufgenommen wird.

Die letzte Option ist [Movie play count] (Zählung Videoabspielungen). Die zwei Optionen innerhalb dieser Einstellung sind [Play Time] (Spielzeit) und [Time Code] (Timecode). Sie legen fest, was angezeigt wird, während das Video auf der Kamera wiedergegeben wird. Bei [Play Time] (Spielzeit) ist die nach dem Start der Aufnahme vergangene Zeit während der Wiedergabe auf der hinteren LCD-Anzeige zu sehen. Bei der Einstellung [Time Code] (Timecode) wird der zugehörige Timecode während der Wiedergabe angezeigt.

Audiosteuerung

Der nächste Fortschritt der Videoaufnahme betrifft die Audio-Aufnahmefunktionen der EOS-1D X. Die Kamera besitzt noch immer ein internes Mikrofon, das 16-Bit-Mono-Sound bei 48 KHz sowie einen 3,5-mm-Stereo-Eingangsanschluss hat, der auch bei 48 KHz aufnimmt. Die EOS-1D X bietet auch manuelle Audiopegel-Steuerung. Diese ist auch in der EOS 5D Mark II und EOS 60D vorhanden. Die EOS-1D X geht jedoch bei der Steuerung einen Schritt weiter, indem sie ein Live-Audiopegel-Messgerät am hinteren Bildschirm während des Filmens sowie die Funktion zum Einstellen des Audio-Aufnahmepegels während des Filmens anzeigt.

Um das potentielle Problem zu vermeiden, dass Klick-Geräusche beim Einstellen des Audiopegels zur Audio-Aufnahme hinzukommen, werden die Einstellungen mithilfe von [Silent Control Function] (leise Steuerung) vorgenommen. Diese ist unterhalb von [Quick Control Dial] (Schnellsteuerungswahl) angeordnet. Dieses kapazitive Touchpad kann auch dazu verwendet werden, andere Einstellungen leise während der Filmaufzeichnung vorzunehmen, darunter Verschlussgeschwindigkeit, Öffnung, ISO-Empfindlichkeit und Belichtungskorrektur.

Bildanzahl senken

Wenn Sie mit 30 B/s oder 60 B/s filmen, ist die tatsächliche Bildrate keine Ganzzahl, sondern entsprechend 29,97 B/s und 59,94 B/s. Wenn Sie die Menü-Einstellung [Drop frame] (Bildanzahl senken) verwenden, können Sie auswählen, ob Sie die Anzahl der aufgenommenen Bilder zählen wollen, so als würden Sie mit einem runden Wert von 30 oder 60 B/s filmen, oder ob Sie zählen und dabei den Unterschied zwischen tatsächlicher und gezählter Bilderanzahl kompensieren wollen.

Wenn Sie beispielsweise 10 Minuten lang bei 29,97 B/s filmen, wäre die Anzahl der aufgenommenen Bilder 17.982. Wenn jedoch die Zählung bei 30 B/s erfolgt, würde die Bilderzählung 18.000 Bilder ergeben. Dies könnte zu Fehlern führen, wenn Sie die Wiedergabezeit und den Timecode in HH:MM:SS:FF vergleichen. Je kürzer Ihr Videoclip ist, desto weniger wichtig wird dieser Unterschied.

Für längere Videoclips kann dieser Unterschied entscheidend werden. In einem solchen Fall sollten Sie zum Aktivieren [Drop frame] (Bildanzahl senken) einstellen. In diesem Fall sinkt die Bilderzahl alle zwei Sekunden um zwei Bilder, sodass die Anzahl der gezählten Bilder dieselbe ist wie die aktuelle Anzahl an Bildern. Das bedeutet nicht, dass zwei Bilder tatsächlich verworfen werden, sondern dass der Zähler zwei Bilder weniger anzeigt. Dies geschieht einmal pro Minute in Minute eins bis neun. In der zehnten Minute geht der Zähler von einer Bilderanzahl von 1.800 (anstatt den tatsächlichen 1.798) pro Minute aus, d. h. die Bilderanzahl wird in dieser Minute nicht um zwei reduziert. Dadurch sind die Anzahl der aufgenommenen Bilder und die Anzahl im Zähler jede zehnte Minute gleich, wodurch Wiedergabezeit und Timecode identisch sind.

Miniaturansichten

Auf früheren Kameramodellen konnten .MOV-Dateien, die auf einer EOS DSLR-Kamera aufgenommen und auf eine Speicherkarte übertragen wurden, ohne die zugehörigen .THM-Miniaturansichten nicht wieder auf der Kamera abgespielt werden. Diese Einschränkung gilt für die EOS-1D X nicht mehr, da Metadaten nun direkt in die .MOV-Dateien geschrieben werden, wodurch die Kamera diese Dateien dekodieren und ohne die zugehörigen .THM-Dateien abspielen kann.

EOS-ICS UWMC

Seit der EOS 400D, die 2006 auf den Markt kam, verfügen alle Canon EOS DSLR-Kameras über das EOS Integrated Cleaning System zur Minimierung, Abstoßung und Entfernung von Staub auf Ihren Bildern. Die EOS-1D X bietet ein ähnliches, aber überarbeitetes und effektiveres Reinigungssystem, nicht nur für größere Staubpartikel, sondern auch für kleinere und leichtere Partikel, die vor allem beim Abblenden sichtbar werden.

Kamerarückseite der EOS-1D X. Die Tastenkonfiguration oben rechts und unten links ermöglicht die gleiche Kamerasteuerung bei horizontalen und vertikalen Aufnahmen, d. h. die Kamera verfügt über je zwei „Multi-Control“-Tasten, AF-Starttasten, Messwertspeichertasten und AF-Messfeldwahltasten.

Bei Vorgängersystemen wurden die vor dem CMOS-Sensor gelagerten Filter (wo sich der Staub tatsächlich ansammelt) mittels Ultraschall in Schwingung versetzt, um die Staubpartikel zu entfernen. Das System der EOS-1D X schüttelt die Staubpartikel nicht ab, sondern setzt auf Trägerschwingung, wodurch der Staub von den Filtern abrollt. Das System wird Ultrasonic Wave Motion Cleaning (UWMC) genannt. Der Vorteil der Trägerschwingung liegt darin, dass sich Staubpartikel nicht verteilen können, da sie kontrolliert an die Oberfläche transportiert werden. Darüber hinaus lassen sich kleinere Staubpartikel leichter entfernen. Die vor dem CMOS-Sensor gelagerten Filter verfügen zusätzlich über eine staubabweisende Fluor-Beschichtung, wodurch mithilfe von UWMC auch festerer und feuchter Staub besser entfernt werden kann.

Ergonomie

Beim Design setzt die EOS-1D X auf das bewährte EOS-Erscheinungsbild. Durch die Ähnlichkeit im Design mit den Vorgängermodellen ist der Umgang mit der Kamera für alle Benutzer einer EOS DSLR-Kamera sofort vertraut.

Wie schon die Vorgängermodelle der EOS-1-Serie wurde die EOS-1D X speziell für den häufigen, professionellen Einsatz unter harten Bedingungen entwickelt. Sie verfügt über dasselbe wetterfeste Gehäuse wie die EOS-1D Mark IV mit insgesamt 76 Abdichtungen der Tasten und Fugen, um das Innere der Kamera vor Spritzwasser und Staubablagerungen zu schützen. In Kombination mit EF-Objektiven der Canon L-Serie und Speedlite-Blitzgeräten der EX Mark II-Serie bleibt die Wetterfestigkeit durch Gummidichtungen um die Nahtstellen bestehen. Das Gehäuse aus Magnesiumlegierung und die Struktur des Kamerainneren machen die EOS-1D X zu einer robusten, widerstandsfähigen Kamera für den Einsatz unter starker Beanspruchung.

Verbesserter Akku

Der LP-E4-Akku wurde für höhere Leistung optimiert und heißt nun LP-E4N. Im Inneren des Akkus befindet sich eine höhere Anzahl kleinerer Zellen, wodurch die Akkukapazität von 2.300 mAh auf 2.450 mAh erweitert wurde. Da viele Benutzer einer Kamera der EOS-1-Serie noch LP-E4-Akkus besitzen, sind die neuen Akkus sowohl auf- als auch abwärtskompatibel. Ein LP-E4N-Akku kann daher für eine EOS-1D Mark IV und ein LP-E4-Akku für eine EOS-1D X verwendet werden.

Für den LP-E4N ist auch ein neues Ladegerät erhältlich, mit dem der neue Akku geladen werden muss. Wird ein LC-E4-Ladegerät zum Laden eines LP-E4N-Akkus verwendet, so wird der Akku nicht vollständig aufgeladen, sondern ein maximaler Ladestand von nur etwa 90 % erreicht. Neben der verminderten Akkukapazität kommt hinzu, dass neue Sicherheitsstandards nicht erfüllt werden. Ein LP-E4-Akku kann hingegen problemlos mit dem neuen Ladegerät geladen werden.

Das LC-E4N-Ladegerät für den neuen LP-E4N-Akku. Das ist das einzige Ladegerät, das zum Laden der Canon LP-E4N-Akkus verwendet werden soll.

Sucher

Eine weitere neue Entwicklung für die EOS-1-Serie sind die Sucher-Funktionen. Während die optischen Elemente im Vergleich zur EOS-1Ds Mark III fast identisch sind, d. h. 100 % Bildfeld, 0,76-fache Vergrößerung (höher als bei der EOS 5D Mark II mit 0,71-facher Vergrößerung) und gleicher Augenpunkt, verfügt die Kamera als Neuerung über ein lichtdurchlässiges Liquid Crystal Display (LCD) wie das der EOS 7D.

Durch das lichtdurchlässige LCD können im Sucher noch mehr wichtige Informationen angezeigt werden als bisher, einschließlich 61 AF-Messfelder, Bereichs- und Spot-AF, erweiterte AF-Messfelder sowie bei Bedarf ein Gitternetz. Bei abgeschalteter Kamera wirkt das Display durch die Lichtstreuung milchig, wird jedoch nach dem Einschalten klar. Ob und welche Informationen auf dem Display angezeigt werden, ist individuell einstellbar.

Im Vergleich zur EOS 7D ist der Sucher der EOS-1D X speziell für den Einsatz unter rauen Bedingungen konzipiert, und die Kamera funktioniert bei Temperaturen unter 0 °C auch deutlich besser. Zudem verbraucht das LC-Display kaum Strom, d. h. es hat keinen merklichen Einfluss auf die Nutzungsdauer des Akkus.

Das lichtdurchlässige LC-Display ist selbst nicht beleuchtet, sondern wird bei schlechten Lichtverhältnissen durch rote LEDs im Sucher ausgeleuchtet. In der Standardeinstellung wird das LC-Display bei schwachem Licht automatisch beleuchtet, über die Custom-Funktionen können die LEDs aber auch so eingestellt werden, dass sie immer oder gar nicht leuchten.

Kamerasteuerungen

Die Kameras der EOS-1-Serie wurden seit jeher für eine komfortable Handhabung in allen Aufnahmesituationen entwickelt, selbst beim Tragen von Handschuhen. Die EOS-1D X ist hier keine Ausnahme. Die anstelle der Einstellräder verwendeten Drucktasten können schneller bedient werden, sind robuster und machen die Kamera wetterfester. Wie schon bei der EOS 7D kann die Anordnung der Bedienelemente auf der EOS-1D X je nach Bedarf über die Custom-Steuerungsfunktion angepasst werden. Dadurch kann der Benutzer jeder Kamerataste bestimmte Funktionen zuordnen und bestimmen, welche Einstellungen über das zentrale Einstellrad, das Quick-Control-Einstellrad und die Multi-Control-Taste festgelegt werden.

Während der Aufnahme von Filmen können über die neue Silent-Control-Funktion auch verschiedene Einstellungen lautlos geändert werden. Hierbei kommt ein kapazitives Touchpad zum Einsatz, das keine Klickgeräusche verursacht und sich im Quick-Control-Einstellrad auf der Kamerarückseite befindet.

Die Kamera verfügt über je zwei Multifunktionstasten und Tiefenschärfe-Vorschautasten auf der Kameravorderseite. Die Tasten an der Kameraunterseite sind für Aufnahmesituationen gedacht, in denen die EOS-1D X in senkrechter Position gehalten und bedient wird.

Die EOS-1D X verfügt auch über drei Multifunktionstasten (M.Fn), zwei auf der Kameravorderseite nahe der (ebenfalls zwei) Tiefenschärfe-Vorschautasten und eine auf dem oberen Bedienfeld, auf dem sich bei der EOS-1D Mark IV die FEL-Taste befindet. Die Tasten auf dem vorderen Bedienfeld sind so angeordnet, dass eine für vertikale und eine für horizontale Aufnahmen benutzt werden kann.

Über den Menübildschirm der Kamera können die Optionen für die neue Multifunktionssperre verwendet werden. Die Optionen betreffen das zentrale Einstellrad, das Quick-Control-Einstellrad und die Multi-Control-Taste. Die Multifunktionssperre wird aktiviert, wenn der ON/OFF-Hauptschalter auf LOCK gestellt wird. Die gesperrten Tasten können somit nicht versehentlich verstellt werden. Über die Custom-Steuerungen können den Multifunktionstasten unterschiedliche Funktionen zugewiesen werden. Dazu zählen FEL, Messwertspeicherung, One-Touch-Bildqualitätseinstellungen, Aktivierung der elektronischen 3D-Wasserwaage, Sofortaufnahme von Filmen und C-Modus-Zugriff.

Wie die Vorgängermodelle der EOS-Serie verfügt die EOS-1D X über eine Quick-Control-Taste auf der Kamerarückseite. Durch Drücken dieser Taste wird der Quick-Control-Bildschirm angezeigt, über den die Kameraeinstellungen einfach und schnell geändert werden können, ohne das Kameramenü öffnen oder auf das obere LC-Display schauen zu müssen.

Individuelle Aufnahmemodi

Wie auch andere Modelle der EOS-Serie verfügt die EOS-1D X über individuell einstellbare Aufnahmemodi. Mit den drei C-Modi (C1, C2 und C3) können häufig verwendete Einstellungen gespeichert und damit rasch abgerufen werden. Im Gegensatz zu anderen Modellen der EOS-Serie werden die C-Modus-Einstellungen auf der EOS-1D X automatisch aktualisiert, wenn sie während der Aufnahme geändert wurden. Dadurch wird verhindert, dass die Einstellungen auf die zuvor gespeicherten zurückgesetzt werden, wenn die Kamera eine Weile nicht benutzt wird und in den Sleep-Modus wechselt.

Clear View LCD II-Bildschirm

Der Clear View LCD II-Bildschirm auf der Kamerarückseite der EOS-1D X ist nun größer als bei den Vorgängermodellen. Im Vergleich zur EOS-1D Mark IV, mit einer Bildschirmgröße von 3 Zoll (7,62 cm), ist der Bildschirm der EOS-1D X nun 3,2 Zoll (8,13 cm) groß; und die Bildschirmauflösung der EOS-1D X wurde im Vergleich zur EOS-1D Mark IV von 920.000 auf 1,04 Mio. Bildpunkte verbessert. Die Bauweise des Bildschirms ist dieselbe wie bei der EOS-1D Mark IV, ohne Zwischenraum zwischen dem LC-Display und dem Schutzglas. Da es so zu keiner Luft-/Glasschnittstelle kommt, sind Lichtbrechung und Reflexion geringer. Die Schutzglasoberfläche weist auch dieselbe antireflektive Beschichtung auf wie bei der EOS-1D Mark IV.

Elektronische 3D-Wasserwaage

Die EOS-1D X verfügt über eine erstmals für die EOS 7D entwickelte elektronische 3D-Wasserwaage (Dual-Axis Electronic Level), mit der der Neigungswinkel sowohl auf dem LC-Display als auch im Sucher angezeigt werden kann. Diese Funktion ist vor allem für Landschafts- und Architekturfotografen geeignet, die auf perfekte Horizonte und genaue Objektausrichtung achten müssen. Aber auch bei schwachem Licht ist sie hilfreich, wenn Referenzpunkte durch den Sucher nicht so leicht zu sehen sind.

Auf dem rückwärtigen LC-Display zeigt die Wasserwaage Drehungen um die Objektivachse mit vollen 360 Grad, Neigungen der Achse von +/-10 Grad in 1 Grad-Schritten an. Im Live View-Modus wird ein kleineres Display angezeigt. Die Genauigkeit der elektronischen 3D-Wasserwaage liegt bei +/-1 Grad innerhalb +/-10 Grad und bei +/-3 Grad im Bereich von +/-10-45 Grad.

Statusprotokoll

Da es bei allen elektronischen Geräten auch zu Fehlern kommen kann, werden auf den EOS-Digitalkameras bestimmte Fehlercodes angezeigt, die den Benutzer bzw.  den Servicetechniker über Auftreten und Art möglicher Fehler informieren. Die auftretenden Probleme können vorübergehender Natur und daher schwer replizierbar sein, was die Arbeit des Technikers erschwert.

Die EOS-1D X löst das Problem durch Speicherung eines Statusprotokolls, das festhält, welcher Fehler zu welchem Zeitpunkt aufgetreten ist. Dies erleichtert die Fehlerdiagnose durch den Servicetechniker. Im Statusprotokoll wird auch angezeigt, wie oft der Auslöser betätigt wurde (gemessen in 1.000), was Aufschluss darüber gibt, wie häufig die Kamera benutzt wurde. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass viele Fotografen die Kamera über die Nutzungsdauer der Verschlusseinheit hinaus beanspruchen, schließlich wurde sie bei der EOS-1D X mit 400.000 Aufnahmen im Vergleich zur EOS-1D Mark IV mit 300.000 Aufnahmen noch erhöht.

LAN-Anschluss

Als neues Feature bei einer EOS DSLR-Kamera verfügt die EOS-1D X über einen integrierten RJ-45-Anschluss für eine direkte LAN-Netzwerkverbindung. Der Anschluss ist ähnlich dem WFT-E2 II der EOS-1D Mark IV, es handelt sich jedoch um einen Gigabit-Ethernet-Anschluss, über den ein schnellerer Datentransfer möglich ist.

Über den LAN-Anschluss können dieselben Bildtransfer- und Kamerasteuerungsvorgänge ausgeführt werden wie mit dem WFT. Zu den fünf Funktionen des Wireless-LAN-Anschlusses gehören: FTP-Transfer, EOS Utility, WFT-Server, Medienserver und Time Sync.

Der WFT-E6 Wireless File Transmitter bietet viele Vorteile wie 802.11a/b/g- und n-Kompatibilität, DLNA-Kompatibilität, FTP, EOS Utility und WFT-Serveraufnahmen sowie verknüpfte Aufnahmen für die ferngesteuerte Auslösung anderer WiFi-fähigen EOS-Kameras.

Durch den FTP-Server können Bilder direkt auf den FTP-Server eines Netzwerks hochgeladen werden, wie etwa den einer Bildredaktion. Mit dem EOS Utility-Modus können Live View ferngesteuert und Einstellungen und Scharfstellung angepasst werden. Zudem können Bildaufnahmen direkt auf einen Computer heruntergeladen werden, genau wie es mit einem USB-Kabel der Fall wäre. Mit den WFT-Server-Funktionen kann die Kamera über einen Webbrowser von einem beliebigen Standort aus gesteuert und durchsucht werden. Mit den Medienserver-Funktionen kann die Kamera mit einem DLNA-kompatiblen Gerät verbunden werden. Mit der Kamera aufgenommene Bilder und Filme können dann auf diesen Geräten, beispielsweise einem HD-Fernsehgerät oder einer Spielkonsole, wiedergegeben werden.

Die letzte ist eine für EOS-Kameras völlig neue Funktion. Über ein LAN-Kabel oder die neue WFT-E6 WiFi-Einheit können Zeiteinstellungen mehrerer EOS-1D X-Kameras synchronisiert werden. Die Zeitsynchronisation (Time Sync) für mehrere Kameras ist von großem Vorteil, wenn Sie bei einem Event mehrere Kameras im Einsatz haben, da die zeitliche Abfolge der gemachten Aufnahmen so leicht ersichtlich ist. Auch wenn Sie bei einem Event mit anderen Fotografen zusammenarbeiten ist die Funktion hilfreich, da alle Bilder sofort in chronologischer Reihenfolge angezeigt werden können.

Custom-Funktionen

Leider ist es nicht möglich, EOS-Kameras benutzerspezifisch zu konfigurieren. Über die Custom-Funktionen (C.Fns) der EOS-Digitalkameras haben Sie aber die Möglichkeit, die Funktionsweise der Kamera genau auf Ihre Aufnahmegewohnheiten zuzuschneiden.

Der Großteil der Custom-Funktionen der EOS-1D X entsprechen denen der EOS-1D Mark IV. Mit 31 Funktionen verfügt die EOS-1D X jedoch über eine höhere Anzahl an Funktionen als die EOS-1D Mark IV, darüber hinaus ist die Anordnung innerhalb des Menüs anders. Für eine leichtere Navigation wurden die Custom-Funktionen in sechs verschiedene Bereiche unterteilt:

C.Fn 1 – Belichtung
C.Fn 2 – Belichtung
C.Fn 3 – Transportart
C.Fn 4 – Display/Bedienung
C.Fn 5 – Bedienung
C.Fn 6 – Sonstige

Neben den in diesem Artikel bereits angesprochenen Custom-Steuerungen und den individuell einstellbaren Aufnahmemodi verfügt die EOS-1D X auch über weitere neue Funktionen. So kann etwa eingestellt werden, von welchem Bildschirm die Karten- und Bildgrößeneinstellungen (Rec.- Karte, Bildgrößeneinstellung) ausgewählt werden. Eine Erweiterung der Schutztaste (Protect) können Bildern Bewertungen zugewiesen werden. Auch die Aufnahmequalität des Audiospeichers kann ganz Ihren Bedürfnissen und Ihrer Arbeitsweise entsprechend abgestimmt werden. Die Standardeinstellung liegt bei 48 KHz, doch die so generierten Dateien sind für einige Benutzer zu groß. In diesem Fall kann die Sampling-Frequenz auf 8 KHz verringert und die Dateigröße dadurch reduziert werden.

Wie auch bei der EOS-1D Mark IV ist es auf der EOS-1D X möglich, die acht verfügbaren Aufnahmemodi (M, Tv, Av, P, Bulb (Langzeitbelichtung), C1, C2 und C3) für eine schnellere Kamerabedienung zu reduzieren. Auch die Anzahl der Transportarten und Messverfahren kann reduziert werden. Es stehen sieben Transportarten zur Verfügung (Einzelbild, High Speed, Low Speed, Selbstauslöser 10 Sek., Selbstauslöser 2 Sek., Einzelbilder-Leiselauf und 14 B/s Super High Speed). Indem Sie die Anzahl der Transportarten begrenzen, können Sie zwischen den tatsächlich von Ihnen benutzten Einstellungen wechseln.

Das GP-E1 GPS wird auf der EOS-1D X an derselben Stelle befestigt, wie der WFT-E6. Die beiden Geräte können daher nicht gleichzeitig verwendet werden. Durch seinen elektronischen Kompass und GPS-Signalempfänger können Fotografen Bilder mit Geotag-Standortinformationen versehen. Die Standortinformationen werden im Standortfeld in den EXIF-Daten jeder Aufnahme gespeichert.

WiFi- und GPS-Zubehör

Es wurden zwei neue Zubehörgeräte speziell für die EOS-1D X-Digitalkamera entwickelt – der WFT-E6 und das GP-E1 GPS.

Die WiFi-Einheit funktioniert wie bei den Vorgängermodellen (beispielsweise dem WFT-E2). Da die Kamera aber über einen RJ-45-LAN-Anschluss verfügt, hat die WiFi-Einheit keinen solchen Anschluss und ist daher kleiner. Dem WFT-E6 wurden zwei Hauptfunktionen hinzugefügt. Die erste Funktion ist ein integriertes Bluetooth-Modul, über das der WFT-E6 direkt mit Bluetooth-GPS-Geräten kommunizieren kann und dadurch während der Aufnahme die Speicherung von Geotag-Standortinformationen in den EXIF-Daten ermöglicht. Die zweite Funktion ist die 802.11n-Kompatibilität, die höhere Übertragungsgeschwindigkeiten ermöglicht und sicherstellt, dass die neuesten WiFi-Router und Zugangspunkte genutzt werden.

Das GP-E1 GPS wird auf der EOS-1D X an derselben Stelle wie der WFT befestigt und hat zudem die gleiche Größe und Form. Die beiden Geräte können daher nicht gleichzeitig verwendet werden. Durch seinen elektronischen Kompass und GPS-Signalempfänger können Sie Ihre Bilder mit Geotag-Standortinformationen versehen. Die Standortinformationen werden im Standortfeld in den EXIF-Daten jeder Aufnahme gespeichert.

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