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Technische Daten

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EOS 5DS & EOS 5DS R


Februar 2015

Einzelheiten zu EOS 5DS und EOS 5DS R

EOS 5DS und EOS 5DS R repräsentieren eine ganz neue Serie hochauflösender EOS DSLR-Kameras mit 50,6-Megapixel-Sensor. Sie sind ideal für Fotografen, die außergewöhnlich detailreiche Aufnahmen brauchen. Die neuen Kameras sind besonders interessant für Landschafts- und Architekturfotografen, aber auch für kommerzielle und hochwertige Magazin-Aufnahmen im Studio. EOS 5DS und EOS 5DS R basieren auf der EOS 5D Mark III, setzen aber neue Technologien ein, um bei beiden Kameras eine derartig hohe Auflösung zu realisieren.

Die beiden Modelle unterscheiden sich ausschließlich in der jeweiligen Sensorkonstruktion. Die EOS 5DS hat vor dem Hauptsensor einen Tiefpassfilter, der die Aufnahmen vor digitalen Verzeichnungen wie Moiré-Effekten oder Farbfehlern schützt. Damit ist sie ideal für die unterschiedlichsten Aufnahmesituationen, in denen eine derart hohe Auflösung erforderlich ist.

Bei der EOS 5DS R hingegen ist der Tiefpassfilter-Effekt aufgehoben. Dadurch wird Bildschärfe und Auflösung noch weiter optimiert – im Gegenzug dazu wird jedoch die Gefahr von Moiré-Effekten und Farbfehlern erhöht. Aus diesem Grund empfiehlt sich die EOS 5DS R für Fotografen, die sich auf Landschaftsfotografie spezialisiert haben oder solche, die die Aufnahmebedingung in einem Studio genau kontrollieren können.

In diesem Artikel wirft CPN einen ganz genauen Blick auf beide Kameras und die Technologien, die eine derartige Leistung ermöglichen. Klicken Sie auf die zusammenfassenden Überschriften, um mehr Informationen über die hochauflösenden Kameras EOS 5D S und EOS 5DS R zu erhalten.


WICHTIGE MERKMALE

EOS 5DS und EOS 5DS R sind DSLRs mit beeindruckenden Spezifikationen. Sie bauen auf dem überaus erfolgreichen EOS 5D Vorgänger auf und zeichnen sich durch deutlich verbesserte Leistungsmerkmale aus, wobei die enorme Auflösung von 50,6 Megapixeln für Fotoaufnahmen sicher am bedeutendsten ist.


  • EOS 5DS: 50,6 Megapixel Vollformat-CMOS-Sensor mit Tiefpassfilter.
  • EOS 5DS: 50,6 Megapixel Vollformat-CMOS-Sensor mit Tiefpass-Aufhebungsfilter.
  • Dual DIGIC 6 Prozessor.
  • Reihenaufnahmen mit bis zu 5 B/s mit wählbaren Aufnahmegeschwindigkeiten und Modus für leise Aufnahmen.
  • 61-Punkt-Weitbereichs-AF mit 41 Kreuzsensoren, EOS iTR, AI Servo AF III und AF Configuration Tool.
  • 150.000 Pixel RGB+IR Messsensor; 252-Zonen-Messsystem.
  • Intelligent Viewfinder II mit 100 % Bildfeldabdeckung und elektronischer Einblendung.
  • 8,11 cm (3,2 Zoll) Clear View II LC-Display (1,04 Millionen Bildpunkte).
  • Modi für 1,3fach, 1,6fach und 1:1 Bildzuschnitt mit entsprechender Ausblendung im Sucher.
  • System zur Reduzierung von Spiegelerschütterungen zur Minimierung von Verwacklungsunschärfen.
  • Bildstil „Details“; kamerainterne Nachschärfung: ‘Stärke’, ‘Schwellenwert’ und ‘Feinheit’.
  • Dualer Steckplatz für CF- und SD-Speicherkarten (UHS-I).
  • Kamerainterne Korrektur von Objektiv-Vignettierung und chromatischen Aberrationen.
  • Kamerainterne Modi für Mehrfachbelichtung und HDR.
  • Individuell konfigurierbarer Schnelleinstellungsbildschirm.
  • Belichtungskorrektur in +/- 5 Stufen.
  • Witterungsschutz.
  • Integrierte Timer-Funktion für Langzeitbelichtung und Intervallaufnahmen.
  • Zeitraffer-Videofunktion.
  • USB 3.0 „Super Speed“ für die Highspeed-Anbindung zur Foto-/Videoübertragung und zum Tethered Shooting.
  • Bis zu 150.000 Verschlusszyklen.
  • ISO-Empfindlichkeit 100-6.400, erweiterbar auf ISO 50-102.800.
  • Full-HD-Videos.
  • Anschluss für externes Mikrofon.
  • Elektronische 3D-Wasserwaage.
  • Kompatibel mit dem meisten EOS 5D Mark III Zubehör*

* Wegen der USB 3.0 Schnittstelle sind möglicherweise bei einigen Zubehörteilen Firmware-Aktualisierungen und neue Kabel erforderlich.

 

Sowohl in der EOS 5D S als auch in der EOS 5DS R kommt ein Vollformat-Sensor mit 50,6 Megapixeln zu Einsatz, der eine überragende Bildqualität im einfach handhabbarem DSLR-Gehäuse bietet.

BILDQUALITÄT, VERARBEITUNG UND WIEDERGABE

Im Herzen von EOS 5DS und EOS 5DS R befindet sich ein Vollformat-CMOS-Sensor mit 50,6 Megapixeln, der die Bildqualität in der DSLR-Fotografie auf ein ganz neues Niveau hebt. Motive werden mit unglaublichen Details festgehalten und die Dateigrößen eignen sich hervorragend zum Großformatdruck. Der Dual DIGIC 6 sorgt für eine präzise Wiedergabe der Farben und natürliche Farbabstufungen.


50,6 Megapixel Vollformat-CMOS-Sensor

Der Vollformat-CMOS-Sensor, der in der EOS 5DS und EOS 5DS R zum Einsatz kommt, bietet sagenhafte 50,6 Megapixel. Damit stehen Bilddateien von 8.688 x 5.792 Pixeln für die Nachbearbeitung zur Verfügung. Bisher mussten Fotografen für derartige Dateigrößen zu einer unhandlichen Mittelformatkamera greifen. EOS 5DS und EOS 5DS R bieten diese hohen Auflösungen jedoch komfortabel, schnell und mit der Flexibilität einer DSLR.

 

Der Vollformat-CMOS-Sensor von EOS 5DS und EOS 5DS R bietet eine erhöhte Lichtempfindlichkeit, ein verbessertes Rauschverhalten bei hohen ISO-Einstellungen und einen erhöhten Dynamikumfang.

 

Die lückenlos über jeder Fotodiode angeordneten Mikrolinsen des CMOS-Sensors von EOS 5DS und EOS 5DS R maximieren die Lichtaufnahme, ganz gleich, aus welchem Winkel das Licht auf den Sensor gelangt.


Die Namensgebung der Kameras folgt den vorhergehenden Canon EOS Modellen – wie beispielsweise „EOS-1D/EOS-1DS“, wobei das „S“ („Super“ oder „Superior“) hier für die hohe Auflösung der Kameras steht. Um das Modell mit dem Tiefpass-Aufhebungsfilter – die EOS 5DS R – sofort zu erkennen, wurde der Zusatz „‏R“ („Resolution“) gewählt, um die zusätzliche Schärfeleistung dieses Modells im Vergleich zur EOS 5DS herauszustellen.

Um so viele Pixel auf den 36 x 24 cm Vollformat-Sensor der Kamera zu bekommen, muss jede einzelne Fotodiode natürlich wesentlich kleiner sein – eine ganz eigene Herausforderung an die Ingenieure. Durch Verbesserungen in der Halbleiterfertigung konnte dies ohne Kompromisse bei der Bildqualität ermöglicht werden. Die lückenlos angeordneten Mikrolinsen sind näher an der Fotodiode platziert, was die Lichtaufnahme effizienter gestaltet. Das Sensordesign von EOS 5DS und EOS 5DS R macht den selben Dynamikumfang wie bei der EOS 5D Mark III möglich.

 

Die Abbildung zeigt den Weg der Signale bei der EOS 5DS und der EOS 5DS R von der 14-Bit-Datenauslesung über die vier Analog-Digital-Wandler bis zur Speicherkarte.

16-Kanal Highspeed-Ausgabe

Die Aufnahme von 5 Bildern pro Sekunde mit jeweils 50,6 Megapixeln stellt eine echte Herausforderung an die Elektronik innerhalb von EOS 5DS und EOS 5DS R dar. Um mit der enormen Datenmenge vom Kamerasensor fertig zu werden, werden die 14-Bit-RAW-Daten über 16 Kanäle ausgelesen und an die vier Digital-Analog-Wandler übertragen. Diese Wandler geben die Daten an den Dual DIGIC 6 Prozessor weiter, wo sie zu RAW- oder JPEG-Bildern verarbeitet werden. Das ermöglicht die Reaktionsschnelle, die man sonst nur von einer Kamera erwarten würde, die wesentlich kleinere Dateiformate verarbeitet.

Welche Kamera ist für mich die Richtige? EOS 5DS oder EOS 5DS R?

Eine der beiden neuen Kameras, die EOS 5DS R, ist ein Modell mit Tiefpass-Aufhebungsfilter, das noch mehr Bildschärfe und Auflösung bietet.

Normalerweise haben Digitalkameras – wie auch der Rest der EOS Serie – einen Tiefpassfilter, der die Aufnahmen vor digitalen Artefakten wie Moiré-Effekten oder Farbfehlern schützt. Durch derartige Filter bekommen die Bilder eine ganz leichte Weichzeichnung, damit Muster im Motiv nicht mit der Pixelanordnung auf dem Sensor interferieren. Allerdings geht das auf Kosten der Bildschärfe.

Mit ihrem Tiefpass-Aufhebungsfilter kann die EOS 5DS R die gesamte 50,6-Megapixel-Auflösung voll ausschöpfen und wenn es drauf ankommt, das extra Maß an Details und Bildschärfe liefern. Die Folge davon ist allerdings die erhöhte Gefahr digitaler Artefakte. Daher ist die EOS 5DS R am besten für Aufgaben in Studioumgebungen geeignet, wo alle Gegebenheiten kontrollierbar sind oder für die Natur- und Landschaftsfotografie, wo derartige Muster, die zur Ursache solcher Artefakte zählen, nicht vorkommen.

Anstatt den Tiefpassfilter als solchen zu entfernen, wurde bei der EOS 5DS R ein Aufhebungsfilter eingesetzt, der die Effekte invertiert. Dadurch ist die Entfernung vom Objektivbajonett bis zum Sensor bei EOS 5DS und EOS 5DS R identisch, so dass sie beide mit dem selben AF- und Spiegelsystem auskommen.

 

EOS 5DS und EOS 5DS R arbeiten mit einem Dual DIGIC 6 Prozessor, zu dessen wichtigsten Eigenschaften eine extrem präzise Farbwiedergabe, natürliche Farbabstufungen sowie minimiertes Bildrauschen selbst bei hohen ISO-Einstellungen gehören.

Dual DIGIC 6 Bildprozessor

Im Herzen von EOS 5DS und EOS 5DS R arbeitet der Dual DIGIC 6 Prozessor, der trotz der massiven RAW-Datenmengen, die der Kamerasensor übermittelt, ein schnelles Ansprechverhalten gewährleistet. Eine hochmoderne Bildverarbeitung stellt dabei die präzise Farbwiedergabe und natürliche Farbabstufungen sowie einen hohen Schutz gegen Bildrauschen bei hohen ISO-Einstellungen sicher.

ISO-Empfindlichkeit

Selbst bei einer derartig hohen Auflösung besitzen EOS 5DS und EOS 5DS R erstklassige Low-Light-Eigenschaften. Die Standard ISO-Empfindlichkeit kann von ISO 100 bis ISO 6.400 eingestellt werden, womit die nötige kreative Freiheit zur Wahl von Blende und Verschlusszeit gegeben ist. Und wenn es darauf ankommt, lässt sich die ISO-Empfindlichkeit auf ISO 50 oder 12.800 erweitern.

Einstellung des Weißabgleichs:

EOS 5DS und EOS 5DS R bieten eine Auswahl zur Einstellung des Weißabgleichs (AWB) bei Kunstlicht:

  • Priorität Umgebung: In dieser Einstellung behält der automatische Weißabgleich ein wenig der warmen Farbgebung des Kunstlichts bei, was dem Bild eine natürlichere Atmosphäre verleiht. Diese Einstellung ist vergleichbar mit der Standard-Einstellung anderer EOS Kameras.
  • Priorität Weiß: In dieser Einstellung werden die warmen Farbtöne des Kunstlichts zugunsten eines neutralen, klaren Weiß weitestgehend aufgehoben. Dies ist das erste Mal, dass eine solche Einstellung bei einer EOS Kamera zu finden ist. Erfolgt die Ausleuchtung der Aufnahme mit Kunstlichtquellen verschiedener Charakteristika, so kann jedoch dieser Effekt möglicherweise nicht eintreten.

 

Die Einstellungen „Priorität Umgebung“ und „Priorität Weiß“ des automatischen Weißabgleichs von EOS 5DS und EOS 5DS R bieten somit verschiedene Ansätze für das Fotografieren bei Kunstlicht.

Kamerainterne Objektivkorrektur

Um die Bildqualität des hochauflösenden Sensors von EOS 5DS und EOS 5DS R weiter zu optimieren, sind zwei Arten von Objektiv-Korrekturen für JPEG-Aufnahmen verfügbar. Als erstes gibt es die Vignettierungskorrektur, die den Lichtabfall an den Bildaußenkanten korrigiert, um eine gleichmäßige Belichtung zu gewährleisten. Zweitens gibt es die Chromatisch Aberrationskorrektur, die Lichtsäume an kontrastreichen Motivkanten korrigiert. Zusammen stellen diese beiden Technologien die bestmögliche Leistung der Canon Objektive beim Einsatz mit den optisch herausfordernden Kameras EOS 5DS und EOS 5DS R sicher.

 

EOS 5DS und EOS 5DS R bieten Steckplätze für SD- und CF-Speicherkarten mit UDMA 7 Spezifizierung für eine Schreibgeschwindigkeit von 167 MB pro Sekunde.

SPEICHERKARTEN

Bei EOS 5DS und EOS 5DS R kommen schnelle UDMA 7 Speicherkarten zum Einsatz. Selbst große Datenmengen werden damit schnell gespeichert und die Kameras sind sofort wieder aufnahmebereit. Solche Karten ermöglichen eine Schreibgeschwindigkeit von 167 MB pro Sekunde. Auch UHS-I SD-Speicherkarten können eingesetzt werden, mit denen höhere SD-Schreibgeschwindigkeiten ermöglicht werden als bei der EOS 5D Mark III – also die beiden geläufigsten Speicherkartenformate der Welt sind kompatibel. Für ein sofortiges Backup der Aufnahmen lässt sich die gleichzeitige Aufzeichnung auf beide Speicherkarten einstellen. Oder man nimmt JPEG-Bilder auf die eine Karte und RAWs auf die andere auf. Man kann auch eine SD-Karte so konfigurieren, dass sie als Zusatzspeicher fungiert, damit die Aufnahmen ohne Unterbrechung weiter gehen können, wenn eine Karte voll ist.

Bildausgabe

Das Clear View LCD II Display mit 1.040.000 Bildpunkten ermöglicht eine exzellente Bildansicht. Beim Betrachten der Aufnahmen können Gitternetzlinien eingeblendet werden, um Bildkomposition und Anordnung zu prüfen. Für die Schärfeprüfung einzelner kritischer Bereiche ist auf Knopfdruck die Vergrößerung eines Bildausschnitts möglich. Hierbei ist die Lupenfunktion identisch mit der von EOS-1D X und EOS 5D Mark III: Man kann direkt auf einen voreingestellten Vergrößerungsfaktor schalten (1fach, 2fach, 4fach, 8fach oder 16fach). Der höchste Vergrößerungsfaktor wurde von 10fach auf 16fach erhöht, um selbst bei der gesteigerten Pixelanzahl auf eine 100-%-Vergrößerung zu kommen.

Zum Vergleichen von Aufnahmen steht eine Anzeigeoption zur Verfügung, bei der zwei Bilder nebeneinander gezeigt werden. Ein Druck auf die SET-Taste schaltet zwischen den Bildern um und wie gewohnt sind Haupt- bzw. Schnellwahlrad und die Zoomsteuerung für das Umschalten zwischen den Bildern und die Vergrößerung zuständig.

EOS Integrated Cleaning System

Das EOS Integrated Cleaning System (EICS) wurde erstmals im Jahre 2006 mit der EOS 400D eingeführt. Seitdem hat es sich zu einem hoch effektiven Reinigungssystem gegen Staubablagerungen auf dem Sensor entwickelt, die ansonsten eine Aufnahmen ruinieren könnten.

EICS arbeitet auf drei Arten: Es sorgt dafür, dass sich von vorn herein weniger Staub ablagert; es weist den Staub vom Sensor ab und es entfernt den Staub, der sich dennoch ablagert. Bei EOS 5DS und EOS 5DS R sorgt eine Fluorbeschichtung für das Abweisen von Staub und per Ultraschallvibrationen wird der abgelagerte Staub abgeschüttelt.

Das EICS System wirkt aber nicht nur mechanisch. Über eine Softwarekomponente in der Digital Photo Professional (DPP) Software, die sich im Lieferumfang von EOS 5DS und EOS 5DS R befindet, kann hartnäckiger Staub aus den Bilddaten entfernt werden.


Kamerainterne Kreativität

Die Option zur gleichzeitigen Aufnahme von JPEG- und RAW-Dateien ermöglicht es, eine Datei für die Nachbearbeitung aufzunehmen und die andere zum Prüfen von Layouts, zur Freigabe durch den Kunden oder für die Konzeptentwicklung zu nutzen. EOS 5DS und EOS 5DS R bieten ganz neue Möglichkeiten zur kamerainternen Steuerung von JPEG-Dateien.


Bildzuschnitte

 

Der Menübildschirm zeigt die bei EOS 5DS und EOS 5DS R voreinstellbaren Bildzuschnitte an – 1:1, 1,3fach, 1,6fach, 4:3 und 16:9. Die Seitenverhältnisse 4:3 und 16:9 sind nur im Live-View-Modus verfügbar.

EOS 5DS und EOS 5DS R bietet drei Zuschnittsgrößen an, die zur Erleichterung der Bildkomposition entsprechend im Sucher abgebildet werden. Dabei kann man wählen, ob der nicht gezeigte Bereich maskiert oder konturiert wird, also ausgeblendet oder umrandet. Die JPEG-Aufnahmen werden dann mit dem eingestellten Faktor zugeschnitten, wobei eine RAW-Aufnahme das volle Format behält, aber bei der Nachbearbeitung von DPP mit einem entsprechenden Hinweis versehen wird.

Die Zuschnitte 1,3fach und 1,6fach sind besonders praktisch, wenn kein Telekonverter zur Verfügung steht. Der 1,3fach Zuschnitt ergibt ein Foto mit 30,5 Megapixeln und der 1,6fach Zuschnitt bietet immer noch 19,6 Megapixel. Das 1:1 Seitenverhältnis ermöglicht die präzise Komposition im quadratischen Aufnahmeformat, wie es bei vielen Mittelformatkameras zu finden ist. Die beiden übrigen Seitenverhältnisse 4:3 und 16:9 sind nur im Live-View-Modus verfügbar.


Bildschärfe steuern

Der neue Bildstil „Details“ wurde entwickelt, um die Fähigkeit zur Aufnahme feinster Details bei dem 50,6-Megapixel-Sensor der Kamera noch weiter zu optimieren. In dieser Einstellung werden zur noch besseren Hervorhebung von Details die Farbabstufungen priorisiert. Die Farbsättigung ist mit dem Bildstil Standard vergleichbar, wobei der Kontrast etwas geringer ist. Der Bildstil Details ist für die sofortige Verwendung der Aufnahme ohne Nachbearbeitung gedacht.

 

Das Bildstil-Menü von EOS 5DS und EOS 5DS R DSLRs mit ausgewählter Option Details.

Alle Bildstile von EOS 5DS und EOS 5DS R können nun mit drei Schärfeparametern angepasst werden, was eine bessere Steuerung der Bildschärfe von JPEG-Dateien kameraintern ermöglicht. Diese Parameter sind vergleichbar mit der Option „Unscharf maskieren“ von Adobe Photoshop und der Canon DPP Software:

  • Der Regler „Stärke“ verändert die Schärfung in den Bildecken.
  • Der Regler „Feinheit“ legt die Größe der zu schärfenden Details fest. Nach links geschoben werden kleinere Details nachgeschärft.
  • Der „Schwellenwert“-Regler setzt fest, wie viel Kontrast in den Bildbereichen sein muss, bevor der Bereich als Kante erkannt und nachgeschärft wird. Bei niedriger Einstellung werden selbst schwächste Kanten nachgeschärft.

Integrierte Timer-Funktion

EOS 5DS und EOS 5DS R bieten einen Intervall-Timer, der es erlaubt, Bilder über eine voreingestellte Zeitperiode hinweg aufzunehmen. Das ist eine großartige Möglichkeit, um sich langsam verändernde Szenarien festzuhalten, beispielsweise Umgebungsveränderungen, der Bau eines Gebäudes oder sogar der nächtliche Sternenhimmel. Die Aufnahmeintervalle können von 1 Sekunde bis zu einer Länge von 99 Std. 59 Min. 59 Sek. eingestellt werden.

Ebenfalls neu in den Kameras ist die Zeitraffer-Movie-Funktion. Hierzu werden die Fotos, die zu bestimmten Intervallen aufgenommen wurden, kameraintern zu einem Video zusammengefügt und auf der Speicherkarte gespeichert. Bis zu 3.600 Einzelbilder können automatisch in Intervallen von 1 Sekunde bis zu 99 Std. 59 Min. 59 Sek. aufgenommen und anschließend zu einem Videoclip zusammenfügt werden. Im Abschnitt „Full-HD-Videos" dieses Artikels finden Sie weitere Informationen zu dieser Funktion.

 

Wenn Sie auf das Fenster oben klicken, sehen den kurzen Film „A Day in Tokyo“, der mit der Zeitraffer-Movie-Funktion der EOS 5DS erstellt wurde.

Über den integrierten Timer kann auch die Dauer von Langzeitbelichtungen eingestellt werden – Belichtungszeiten bis zu 99 Std. 59 Min. 59 Sek. (das sind mehr als vier Tage) können gewählt werden.

Flacker-Erkennung


 

Die Abbildung oben zeigt, wie EOS 5DS und EOS 5DS R durch flackernde Lichtquellen verursachte Belichtungsunregelmäßigkeiten und Farbfehler bekämpfen.

Fotografiert man bei Kunstlicht mit kurzen Belichtungszeiten, so kann das zu unregelmäßiger Belichtung und zu Farbfehlern führen, da die Beleuchtung sich durch das Flackern des Lichtes ständig verändert. So ein Flackern findet je nach Stromnetz meist zwischen 100 Hz und 120 Hz statt.

EOS 5DS und EOS 5DS R verfügen über eine Technologie zur Flacker-Erkennung, ähnlich wie sie mit der EOS 7D Mark II eingeführt wurde. Wenn bei 100 Hz oder 120 Hz ein Flackern erkannt wird, löst die Kamera so aus, dass die Aufnahme jeweils zum hellsten Zeitpunkt erfolgt. Damit sind konstante Belichtung und Farbgebung (Weißabgleich) gewährleistet. Wird im Modus automatische Motiverkennung (A+) ein Flackern erkannt, so wird die Anti-Flacker-Aufnahme automatisch ohne Zutun des Nutzers aktiviert.

Mehrfachbelichtung

 

Dieses Bild entstand mit der Funktion Mehrfachbelichtung von EOS 5DS und EOS 5DS R.

EOS 5DS und EOS 5DS R ermöglichen bereits während der Aufnahme die kamerainterne Überlagerung von bis zu neun Bildern. Das sich aus der Überlagerung ergebende Bild kann entweder als JPEG- oder RAW-Datei gespeichert werden. Es gibt unterschiedliche Methoden, die Mehrfachbelichtung einzusetzen – jede davon verfolgt einen anderen kreativen Ansatz.

  • Im Modus Additiv ist das Ergebnis ähnlich, wie es bei einer analogen Kleinbild-Kamera ausfallen würde: Die Belichtung des Gesamtbilds ist die Summe aller Einzelaufnahmen. Das heißt, dass jedes einzelne Bild unterbelichtet oder gegen einen schwarzen Hintergrund aufgenommen werden muss, um ein richtig belichtetes Endergebnis zu erhalten.
  • In der Einstellung Durchschnitt passt die Kamera die Belichtung jedes Einzelbildes automatisch an, so dass das Endergebnis korrekt belichtet ist. Anders als bei der Einstellung Additiv, werden die Aufnahmen in der Einstellung Durchschnitt alle so belichtet, wie es für das erste Bild festgelegt wurde.
  • Die Einstellung „Vergleich Hell“ ist ideal für helle Motive vor einem dunklen Hintergrund, wie beispielsweise dem scheinenden Mond vor dem nachtschwarzen Himmel. In dieser Einstellung werden nur die hellsten Motive aus jedem Bild für das Endergebnis übernommen.
  • Die Einstellung „Vergleich Dunkel“ hingegen übernimmt nur die dunklen Bereiche eines jeden Einzelbildes und unterdrückt die Hellen. Das kann z. B. eingesetzt werden, um Reflexionen von transparenten Oberflächen zu eliminieren und nur die Details dahinter sichtbar zu machen.

Kamerainterner HDR-Modus


 

Beispiel einer HDR-Aufnahme aus drei verschiedenen Belichtungen mit dem Kreativfilter „Prägung“ von EOS 5DS und EOS 5DS R.

Zusätzlich zur Mehrfachbelichtung bieten EOS 5DS und EOS 5DS R auch die Möglichkeit, Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung zu kombinieren, um so den Dynamikumfang von JPEG-Aufnahmen zu erweitern. Die Kamera nimmt schnell hintereinander drei Bilder auf – eins korrekt belichtet, eins unter- und eins überbelichtet. Diese werden anschließend zu einem JPEG-Bild überlagert, das dann eine verbesserte Detailzeichnung in den dunklen und hellen Bildbereichen aufweist.

Der Belichtungsunterschied zwischen den Einzelaufnahmen lässt sich manuell einstellen (in einem Bereich von ± 1-3 LW) oder von der Kamera automatisch festlegen. Das Endergebnis kann zusätzlich mit einem Kreativfilter versehen werden. Hierfür stehen Effekte wie Natürlich, Standard, Gesättigt, Ölgemälde oder Prägung zur Verfügung.


Autofokus-System

EOS 5DS und EOS 5DS R arbeiten mit dem selben 61-Punkt-AF-System wie die EOS 5D Mark III und kombinieren das mit der aktuellsten Technologie zur Belichtungsmessung, wie sie für die EOS 7D Mark II entwickelt wurde. Das Ergebnis: Eine beeindruckende AF-Leistung, die mit der von der EOS-1D X vergleichbar ist.


61-Punkt-AF-System

Wie bei EOS 5D Mark III und EOS-1D X, kommt auch bei EOS 5DS und EOS 5DS R ein 61-Punkt-AF-System zum Einsatz, bei dem die AF-Felder weit über den Bildrahmen verteilt sind. Je nach eingesetztem Objektiv sind bis zu 41 dieser Felder Kreuzsensoren, die eine erhöhte Empfindlichkeit bieten. (Anmerkung: Objektive mit geringer Lichtstärke lassen weniger Licht zum Sensor durch, so dass weniger AF-Felder verfügbar sind.)

Für eine optimierte Präzision bei der Scharfstellung sind alle 61 AF-Felder in doppelten Zick-Zack-Linien angeordnet, so dass zwei AF-Felder immer leicht versetzt voneinander sind. Dabei sorgt der Eine für hohe Präzision und der Andere für eine hohe Prädiktionsgenauigkeit bei sich bewegenden Motiven.

 

Diese Abbildung zeigt die Konfiguration des AF-Sensors von EOS 5DS und EOS 5DS R.



 

Abbildung der Darstellung von Kreuzsensoren, Vertikallinien- und Horizointallinien-AF-Sensoren in der Sucheranzeige von EOS 5DS und EOS 5DS R.

Fünf der zentralen AF-Felder – vertikal in der Mitte des Sensors platziert – arbeiten für Objektive mit einer Lichtstärke von 1:2,8 oder höher als Doppel-Kreuzsensoren. Solche Doppel-Kreuzsensoren setzen sich aus einem Diagonalkreuz (X) und einem Horizontal-Vertikal-Kreuz (+) zusammen und bieten eine erhöhte Empfindlichkeit auf den jeweiligen Linien. Dadurch ermöglichen sie insbesondere bei wenig Licht eine optimierte Fokuspräzision.

Für Objektive mit einer Lichtstärke von 1:4 oder mehr stehen bis zu 41 Kreuzsensoren zur Verfügung, wovon 21 im mittigen Bereich und jeweils 10 in den äußeren Bereichen daneben liegen.

Bestimmte Kombinationen von Objektiven und Telekonvertern können zu einem maximalen Blendenwert von 1:8 führen. Unter solchen Voraussetzungen ist nur das zentrale AF-Feld wirksam. Dieses wird jedoch von den vier umliegenden AF-Feldern unterstützt. Das führt zu einer effektiven Erweiterung des AF-Bereichs – das ist besonders bei sich bewegenden Motiven wichtig, die im Sucher nur klein dargestellt werden (z. B. fliegende Vögel).


iTR Autofokus

EOS 5DS und EOS 5DS R arbeiten beide mit der iTR Technologie (Intelligent Tracking and Recognition) – für eine präzise Schärfenachführung auf sich bewegende Motive. Im Zusammenspiel mit der intelligenten Motiverkennung iSA (Intelligent Subject Analysis) durch den 150.000-Pixel-Messsensor (RGB + IR) werden neben Gesichtern auch die Farben von Objekten erkannt, die sich im Bildausschnitt bewegen.

Beide Kameras bieten neue Algorithmen für die automatische Wahl der AF-Felder bei der Nachführung auf sich bewegende Motive und eine optimierte Leistung zur Erkennung farbiger, nicht-menschlicher Objekte und die Schärfenachführung darauf. Um diese Funktion korrekt durchzuführen, müssen EOS 5DS und EOS 5DS R sich im Modus Zonen-AF oder Automatische Wahl: 61 AF-Felder befinden.

 

Das iTR (Intelligent Tracking and Recognition) AF-System von EOS 5DS und EOS 5DS R setzt sowohl Gesichts- als auch Farbinformationen ein, um die Schärfe auf sich bewegende Motive nachzuführen.

 

Der Menübildschirm für die AF-Messfeldwahl im Modus AI Servo AF von EOS 5DS und EOS 5DS R.


AI Servo AF III

Bei Action-Aufnahmen oder allgemein bei sich bewegenden Motiven setzten EOS 5DS und EOS 5DS R AI Servo AF III ein. Diese Funktion wurde erstmals mit der EOS-1D X vorgestellt, der professionellen Kamera für Sport- und Nachrichtenfotografen auf der ganzen Welt. AI Servo AF III wertet die Motivbewegungen ständig aus und erstellt auf dieser Basis die Vorhersagen für die nächste Motivposition im Bild. Wenn die Position des Motivs in einem Aufnahmezeitraum nicht erfasst werden kann, wird das negative Ergebnis ignoriert. Der nächste Fokuspunkt basiert auf den vorherigen genauen Ergebnissen.

Bei der Schärfenachführung unterstellt das System dabei, dass große Sprünge im AF daher resultieren, dass das Motiv nur kurzzeitig von einem Objekt im Vordergrund verdeckt wird. Daher springt die Scharfstellung nicht auf dieses der Kamera nähere Objekt, sondern bleibt auf der ursprünglichen Entfernung stehen, so dass das Motiv sofort wieder scharf gestellt wird, wenn es wieder im Blick ist.

Allerdings ist ein solchen Verhalten nicht für alle Motive korrekt. Daher lässt sich dieses Verhalten über das AF Configuration Tool entsprechend anpassen …

AF Configuration Tool

Wie bei EOS-1D X und EOS 5D Mark III ist auch das AF-System von EOS 5DS und EOS 5DS R eine durchdachte und fähige Technologie. Für eine optimale Leistung des AI Servo AF, sollte dieser genau auf die Motivbewegung abgestimmt werden.(Anmerkung: die Einstellungen im AF Configuration Tool haben keinen Einfluss auf Aufnahmen, die im Modus One-Shot AF gemacht werden.)

Die Einstellung des AF-Verhaltens der Kameras ist einfacher als man denkt. Alle Fokus-Einstellungen (inkl. der Custom Einstellungen) sind in einem einzigen AF-Menüpunkt zusammen gefasst und leicht zugänglich. Veränderungen werden über drei einfach bedienbare Schieberegler vorgenommen:

1/ - AI Servo Reaktion ändert die Geschwindigkeit, mit der das System reagiert, wenn sich das Motiv vom gewählten Fokuspunkt entfernt. Bei einer negativen Einstellung erfolgt dies langsamer – ideal für Motive, die kurzzeitig von einem Objekt verdeckt werden. Bei einer positiven Einstellung passiert das entsprechend schneller.

2/ - Nachführ Beschleunigung/Verzögerung stellt die Reaktion auf Veränderungen der Bewegungsgeschwindigkeit eines Motivs ein. Dazu gehört auch ein plötzliches Anhalten. In dieser Einstellung werden die Algorithmen der Kamera auf solche unerwarteten Veränderungen angepasst, die sonst möglicherweise als Fehler eingestuft würden und die Scharfstellung auf das sich bewegende Motiv verlangsamten. Bei Motiven, die ihre Bewegungsgeschwindigkeit sehr häufig verändern (z. B. Fußballspieler oder Tänzer) ist eine Einstellung von +1 wirkungsvoll; +2 empfiehlt sich bei Motorsportveranstaltungen in Kurvensituationen. Bewegt sich das Motiv mit gleich bleibender Geschwindigkeit, so ist die Einstellung 0 ideal.

3/ - AF-Feld-Nachführung ist besonders wirkungsvoll, wenn alle 61 AF-Felder, bzw. Zonen-AF oder AF-Messfelderweiterung gewählt sind und stellt die Verlagerung der aktiven AF-Felder im Verhältnis zur Bewegungsgeschwindigkeit des Motivs ein. Hier ist der Wert 0 die Standardeinstellung und bietet das beste Verhältnis zwischen Nachführung und Schärfe. In den Einstellungen +1 und +2 wird die Schärfenachführung auch bei geringeren Veränderungen aktiv.

Die individuelle Anpassung des AF-Ansprechverhaltens gibt dem Fotografen ein hohes Maß an Kontrolle. Dennoch ist einiges Experimentieren erforderlich, um die optimale Kombination von Einstellungen zu finden. Um die Sache zu vereinfachen, bieten EOS 5DS und EOS 5DS R sechs so genannte AF Cases mit Voreinstellungen für die häufigsten Aufnahmesituationen.

  • Case 1 ist die vielseitige Mehrzweckeinstellung und ideal für die meisten Aufnahmesituationen. Die Einstellung bietet eine schnelle und präzise Scharfstellung. Allerdings lässt sich mit dieser Einstellung nicht das ganze Potential des AF-Systems der Kameras erschließen.
  • Case 2 eignet sich für Motive, die sich vorübergehend vom AF-Punkt entfernen, bzw. kurzzeitig verdeckt werden. Die Kameras werden in dieser Einstellung die Schärfenachführung weiter auf das Motiv halten – besonders wirkungsvoll bei Sportarten wie Tennis, Schwimmen und Skifahren.
  • Case 3 ermöglicht die sofortige Fokussierung auf Motive, die in die AF-Felder eintreten, bzw. das schnelle Umschalten zwischen einzelnen Motiven wie z. B. bei einem Radrennen. Setzt man hier die Empfindlichkeit auf +2 wird die Fokussierung noch mehr beschleunigt – das erfordert jedoch einiges an Übung.
  • Case 4 eignet sich für Motive, die ihre Richtung schnell ändern. Dies ist z. B. im Motorsport, beim Fußball oder Basketball der Fall. Die Kameras werden also die Schärfenachführung an die Geschwindigkeit der Bewegungsveränderungen anpassen, selbst wenn das große Fokusveränderungen erforderlich macht.
  • Case 5 ist für den Einsatz mit Automatischer AF-Messfeldwahl, Zonen-AF und AF-Messfelderweiterung gedacht und eignet sich für unstete Motive, die sich schnell in beliebiger Richtung bewegen – auch für plötzliche Auf-, Ab- bzw. Hoch- und Runterbewegungen. Die Einstellungen ermöglichen es den Kameras, die AF-Messfelder schnell umzuschalten, um mit der Bewegung Schritt halten zu können. Case 5 ist ideal zum Fotografieren von Tanzen, Gymnastik, Eiskunstlauf oder Kunstflug.
  • Case 6 ist eher eine Kombination aus Case 4 und Case 5. Selbst wenn das Motiv plötzlich startet oder stoppt oder überraschende Richtungsänderungen vornimmt, ermöglicht diese Einstellung der Kameras eine schnelle Reaktion, um den Fokus exakt auf dem Motiv zu halten. Auch diese Einstellung wird mit der automatischen AF-Messfeldwahl, Zonen-AF und AF-Messfeld-Erweiterung verwendet.

AF-Messfeldwahl

AF-Felder können individuell gewählt, in Zonen zusammengefasst oder von den Kameras automatisch ausgewählt werden. Die Auswahl der AF-Felder lässt sich sogar an die Kamerahaltung anpassen – eine ideale Möglichkeit für den Wechsel zwischen Hoch- und Querformat.

 

Der Menübildschirm zeigt die verschieden Optionen zur AF-Messfeldwahl bei EOS 5DS und EOS 5DS R.

  • Die Auswahl eines einzelnen AF-Feldes ermöglicht die exakte Platzierung des Schärfepunktes im Bildausschnitt.
  • Der Modus Spot AF ist dabei noch spezieller, denn er legt die Schärfe auf einen einzelnen Punkt innerhalb des AF-Feldes. Diese noch weiter präzisierte Scharfstellung hat den Vorteil, dass sie weniger von angrenzenden Bereichen beeinflusst werden kann, verlängert jedoch die Zeit zur Scharfstellung.
  • Bei der AF-Messfelderweiterung werden die Felder zusätzlich aktiviert, die das Ausgewählte umgeben, so dass die Scharfstellung bei einer Motivbewegung schnell erfolgen kann. Hierzu können die vier angrenzenden Felder oben, unten, rechts und links oder alle acht umgebenden ausgewählt werden.
  • Beim Zonen-AF werden mehrere AF-Felder in einer Gruppe zusammengefasst und deren Position im Bildrahmen bestimmt.
  • Die automatische Auswahl aller 61 AF-Felder überlässt der Kamera die automatische Wahl der aktiven AF-Messfelder.

AF-Feinabstimmung

Die enorm hohe Sensorauflösung von EOS 5DS und EOS 5DS R stellt eine ganz neue Herausforderung an die Präzision bei der Fokussierung. Daher ist die AF-Feinabstimmung bei diesen Kameras noch wichtiger als bei anderen Modellen. Obwohl Canon Kameras und Objektive nach extrem hohen Präzisionsmaßstäben gefertigt werden, bleibt immer eine leichte Toleranz bei der Fertigung. Ist also eine Kamera an einem Ende der Toleranzschwelle und das Objektiv am anderen, kann eine solche Kombination zu Präzisionsabweichungen führen. Die AF-Feinabstimmung ermöglicht die Verschiebung des exakten Fokuspunkts leicht nach vorne oder hinten, um sicherzustellen, dass Kamera und Objektiv perfekt aufeinander abgestimmt sind.

 

Der Menübildschirm zeigt einige der AF-Optionen für EOS 5DS und EOS 5DS R – in diesem Falle ist die AF Feinabstimmung AUS (OFF).

Oft ist eine solche Abweichung kaum wahrnehmbar. Arbeitet man jedoch mit einer sehr geringen Hintergrundunschärfe oder mit extrem hoher Auflösung, wird das Problem deutlicher.

Die AF-Feinabstimmung erfolgt bei den neuen Kameras ähnlich wie bei der EOS 5D Mark III. Die Kameras können Objektiv-Seriennummern erkennen und bis zu 40 davon speichern und somit für alle Objektive der Ausrüstung individuell abgestimmt werden. Sollte eine Seriennummer einmal nicht automatisch erkannt werden, besteht die Möglichkeit zur manuellen Eingabe und zum anschließenden Speichern.

Bei der Feinabstimmung mit Zoomobjektiven lässt sich jeweils für den höchsten und niedrigsten Zoomwert ein Wert einstellen, damit die Präzision über den gesamten Brennweitenbereich gewährleistet ist.


Messverfahren und Belichtungssteuerung

EOS 5DS und EOS 5DS R arbeiten mit einem System, das für beste Ergebnisse sowohl das sichtbare als auch das IR-Licht misst. Das Messsystem der Kameras arbeitet Hand in Hand mit dem automatischen Weißabgleich.


252-Zonen-Messsensor

In EOS 5DS und EOS 5DS R kommt zur Mehrfeldmessung und zur Blitzbelichtungsmessung der gleiche 150.000-Pixel-Messsensor (RGB+IR) zum Einsatz wie auch in der EOS 7D Mark II. Der Sensor erkennt sowohl Gesichter als auch die Farbe von Objekten und übermittelt diese Daten an das iTR AF-System der Kameras.

 

Die 252 Messzonen und die 61 AF-Felder wie sie im Sucher von EOS 5DS und EOS 5DS R angezeigt werden.

Das System erkennt sowohl das sichtbare als auch Infrarotlicht (IR). Das optimiert sowohl die AF-Leistung als auch die Präzision der Belichtungsmessung. Gelbe und grüne Objekte in der Natur reflektieren häufig einen Großteil des IR-Lichts, was das Messsystem einer Kamera beeinträchtigt. Durch die Erkennung von derartigem IR-Licht kann die Kamera dieses bei der Messung ignorieren, was zu präziseren Ergebnissen führt. Der Sensor zur IR-Erkennung reduziert zudem AF-Fehler, die durch unterschiedliche Lichtquellen hervorgerufen werden können und verbessert die Präzision der Motiverkennung für den automatischen Weißabgleich, den Bildstil „Automatisch“ und die automatische Belichtungsoptimierung.

Bei der Mehrfeldmessung wird der 150.000-Pixel-Messsensor (RGB + IR) in 252 Zonen aufgeteilt – eine deutliche Verbesserung zu dem 63 Zonen wie sie die EOS 5D Mark III bietet. Die Helligkeit jeder einzelnen Zone wird individuell gemessen und zur Belichtungsberechnung herangezogen. Neben Farb- und Gesichtsinformationen setzen die Kameras auch die Entfernungsmessung des AF-Systems zur Präzisierung des Ergebnisses ein. Neben der Mehrfeldmessung bieten EOS 5DS und EOS 5DS R die Selektivmessung, die Spotmessung sowie die mittenbetonte Integralmessung.

Die Farbinformationen werden auch für die Blitzbelichtungsmessung beim Einsatz eines Canon Speedlite Blitzgerätes herangezogen. Damit misst das System von EOS 5DS und EOS 5DS R noch präziser als das von der EOS 5D Mark III.

Belichtungskorrektur und Blitzbelichtungsreihen


 

Der Menübildschirm mit den Belichtungskorrektur-Optionen (AEB) von EOS 5DS und EOS 5DS R.

Die Belichtungskorrektur kann in bis zu ± 5 Stufen in halben oder Drittelstufen erfolgen. Kombiniert man diese mit der Belichtungsreihenautomatik (AEB), kann man Sequenzen von zwei, drei, fünf oder sieben Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung machen – ideal für HDR-Aufnahmen oder um in kritischen Situationen sicherzustellen, dass man eine Aufnahme mit der korrekten Belichtung macht.


Verschluss

Der Verschluss, der bei EOS 5DS und EOS 5DS R zum Einsatz kommt, ist der gleiche wie in der EOS 5D Mark III und von professionellen Fotografen in allen möglichen Aufnahmesituationen und -umgebungen getestet. Ein brandneues System zur Reduzierung von Spiegelerschütterungen minimiert interne Kameraerschütterungen und trägt damit zur enormen Bildschärfe bei.


Verschlusshaltbarkeit

 

Der Verschluss von EOS 5DS und EOS 5DS R wurde nach den selben Qualitätsstandard gebaut wie der von der EOS 5D Mark III.

Um den Anforderungen einer professionellen Nutzung gerecht zu werden, ist er bei EOS 5DS und EOS 5DS R für bis zu 150.000 Verschlusszyklen ausgelegt – genau wie bei der EOS 5D Mark III. Mit ihm werden Verschlusszeiten von 1/8.000 Sek. bis zu 30 Sek. in halben oder Drittelstufen ermöglicht – sowie Langzeitbelichtungen, die mit dem integrierten Timer der Kameras eingestellt werden können.

Die Auslöseverzögerung beträgt lediglich 59 Millisekunden – das ist beinahe so gering wie bei der EOS-1D X mit 55 Millisekunden.

Neuer Spiegelmechanismus

Um bei einer derart hohen Auflösung (50,6 Megapixel) die kritische Schärfe zu erreichen, muss jede Form interner Erschütterungen erkannt und gebannt werden. Eine signifikante Quelle von Erschütterungen ist bei jeder DSLR das Spiegelsystem, das den Spiegel hoch bewegt, um beim Öffnen des Verschlusses den Weg frei zu geben. Aus diesem Grund wurde für EOS 5DS und EOS 5DS R ein ganz neues System zur Reduzierung von Spiegelerschütterungen entworfen.

 

Wenn Sie auf das Fenster oben klicken, sehen Sie einen kurzen Film über die Funktion des Systems zur Reduzierung von Spiegelerschütterungen bei EOS 5DS und EOS 5DS R.

Traditionelle Reflexspiegel, die durch einen Federmechanismus mit hoher Geschwindigkeit „abgefeuert“ werden, verursachen Erschütterungen, wenn sie am Ende der Bewegung von Stoppern abgefangen werden. Der Spiegel von EOS 5DS und EOS 5DS R wird zwar schnell aber kontrolliert über motorbetriebene Nockenwellen bewegt, was sowohl bei der Auf- als auch bei der Abbewegung Erschütterungen minimiert. (Ein willkommener Nebeneffekt hierbei ist eine Verringerung des Verschlussgeräusches.) Die Reduzierung solcher Spiegelerschütterungen stellt sicher, dass die volle Auflösung der Kamera zum Einsatz kommt.

Um auch sonstige Erschütterungen und Vibrationen der Kamera selbst zu minimieren, wurden alle mit dem Chassis verbundenen Teile wie der Stativanschluss, die Basis des Edelstahl-Chassis und die Gehäuseschale an der Verbindung stabilisiert und verstärkt, damit sie die Bildqualität nicht beeinträchtigen können.

Schnell und leise fotografieren

Trotz der enormen Auflösung sind EOS 5DS und EOS 5DS R in der Lage, Reihenaufnahmen mit bis zu 5 Bildern pro Sekunde aufzunehmen – das entspricht einer Datenmenge von 300 MB pro Sekunde. Mit einer UDMA 7 CF-Speicherkarte lassen sich ca. 500 JPEG- bzw. 14 RAW-Bilder in voller Auflösung in einer Sequenz aufnehmen. Für Situationen, in denen man besonders diskret sein muss, gibt es den Modus „Leise Aufnahme“, der die Aufnahmegeräusche wie bei der EOS 5D Mark III noch weiter reduziert.


Aufnahme

EOS 5DS und EOS 5DS R bieten eine ganze Reihe von Aufnahmemodi und Technologien, die bei praktisch jedem Motiv und in jeder Aufnahmesituation das Aufnehmen großartiger Bilder vereinfachen. Die automatische Motiverkennung erkennt das jeweilige Motiv und stimmt die Systeme wie den automatischen Weißabgleich oder die automatische Belichtungsoptimierung darauf ab.


EOS Automatische Motiverkennung

Die EOS Funktion Automatische Motiverkennung ist in vielen Kameras der EOS Serie zu finden. Damit werden die Systeme der Kameras auf das jeweilige Motiv zugeschnitten, was zu optimalen Ergebnissen hinsichtlich Belichtung, Kontrast und Schärfe führt.

Bei EOS 5DS und EOS 5DS R analysiert die automatische Motiverkennung zusätzlich die Aufnahmebedingungen wie das Gesicht eines Motivs, Farben, Kontrast und Helligkeit. Zudem wird der Fokusabstand festgelegt und erkannt, ob es sich um ein dynamisches Motiv handelt.

Zusätzlich zu den Standard-Bildstilen (Standard, Landschaft, Porträt, Neutral, Natürlich, Monochrom und Details) bieten EOS 5DS und EOS 5DS R den Modus „Automatischer Bildstil“. Basierend auf den Informationen der automatischen Motiverkennung, legt der automatische Bildstil Kontrast, Farbe, Tonwert und Schärfe abhängig vom fotografierten Motiv fest. Dies ist hervorragend für gewöhnliche Schnappschüsse, jedoch besonders effektiv bei Aufnahmen von Natur- und Landschaftsmotiven sowie bei Bildern, die bei Sonnenuntergang aufgenommen werden.

 

Diese Abbildung zeigt das System zur automatischen Motiverkennung von EOS 5DS und EOS 5DS R.

Die automatische EOS Motiverkennung optimiert auch die Präzision des automatischen Weißabgleichs. Hautfarben werden präziser, Sonnenuntergänge lebhafter und Aufnahmen bei Kunstlicht wirken natürlicher.

Tonwert Priorität

Die Abnahme der Detailzeichnung in besonders hellen Bildbereichen ist in sehr hellen oder kontrastreichen Aufnahmesituationen für den Fotografen oft ein Problem. Die Tonwert Priorität, eine häufig vergessene Canon Funktion, kann hier Abhilfe schaffen. Sie erweitert den Dynamikumfang der Aufnahme um ungefähr eine Stufe und sorgt damit dafür, dass die Details in den hellsten Bildbereichen erhalten bleiben. Die Tonwert Priorität passt an, wie das Messsystem die Szene auswertet und ermöglicht so eine bessere Detailzeichnung in den hellen Bildbereichen. Die Funktion Tonwert Priorität limitiert die niedrigste ISO-Einstellung auf ISO 200.

Automatische Belichtungsoptimierung

Die automatische Belichtungsoptimierung (ALO) findet sich in jeder Kamera der EOS Serie. Sie gleicht starke Kontraste aus, so dass mehr Details in hellen und dunklen Bildbereichen sichtbar werden. ALO passt die Tonwertkurven während der Bildverarbeitung an. Bei EOS 5DS und EOS 5DS R kann man zwischen drei Stufen wählen oder die Funktion deaktivieren, um den Effekt auszuschalten.

Bei der EOS 5DS oder EOS 5DS R führt ALO zu besonders guten Ergebnissen, wenn man Sonnenuntergänge oder Porträts bei Gegenlicht fotografiert, die ansonsten leicht überbelichtet würden. Im manuellen Modus kann ALO zu ungewollten Ergebnissen führen. Daher wird diese Funktion automatisch deaktiviert, wenn man auf Manuell umschaltet. Die automatische Belichtungsoptimierung und die Tonwert Priorität können auch zusammen eingesetzt werden.

Custom Aufnahmemodi


 

Die Bildschirmanzeige zur Auswahl der drei Individual-Aufnahmemodi im Menü von EOS 5DS und EOS 5DS R.

EOS 5DS und EOS 5DS R bieten Optionen für Individual-Aufnahmemodi, die dem Fotografen ermöglichen, häufig genutzte Einstellungskombinationen zu speichern, um später einen schnellen und einfachen Zugriff darauf zu haben. Das ist besonders hilfreich, wenn verschiedene Motive unterschiedliche Kameraeinstellungen erfordern, beispielsweise bei einer Hochzeit für Innen- und Außenaufnahmen.

Drei Individual-Aufnahmemodi, C1, C2 und C3 sind verfügbar. Die Individualmodi sind mit denen der EOS 5D Mark III vergleichbar und bieten die Möglichkeit, Änderungen, die während der Aufnahme gemacht wurden, zu speichern oder zur ursprünglichen Einstellung zurück zu kehren, wenn der Modus verändert oder die Kamera ausgeschaltet wurde. Durch diese automatische Updatefunktion wird vermieden, dass sich EOS 5DS oder EOS 5DS R auf die ursprüngliche Einstellung zurück setzen, wenn sie eine Weile ungenutzt bleiben und in den Sleep-Modus fallen.


1.080p Full-HD-Videos

Die Videofunktion bei EOS 5DS und EOS 5DS R ist mit der bei der EOS 5D Mark III vergleichbar. Da die Kameras jedoch für eine höchstmögliche Auflösung bei Fotoaufnahmen konzipiert sind, wurde auf manche Videofunktionen verzichtet. Einige der Videofunktionen sind jedoch wie bei der 5D Mark III verfügbar, damit Anwender ihre Fotos durch Videoaufnahmen ergänzen können.


Bildraten

Die Kameras bieten die Möglichkeit, 1.080p Full-HD-Videos mit Bildraten von 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde aufzunehmen. Das stellt eine hohe Kompatibilität zu bestehenden Workflows und zu Aufnahmen anderer Kameras dar. Zusätzlich lassen sich auch HD-Videos mit 720p mit 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen, die dann in der Postproduktion zu interessanten Zeitlupenfilmen mit halber Geschwindigkeit verarbeitet werden können.

 

Bildschirmansicht zur Auswahl des Movie Servo AF im Menü von EOS 5DS und EOS 5DS R.

Videos können mit einer Länge von bis zu 29 Min. 59 Sek. aufgezeichnet werden. Die Aufnahme erfolgt jedoch wegen der FAT32-Formatierung der Speicherkarten in Einzeldateien von 4 MB.

Eine Funktion, die bei EOS 5DS und EOS 5DS R aber nicht bei der EOS 5D Mark III verfügbar ist, ist der Movie Servo AF, der beim Filmen die kontinuierliche Schärfenachführung ermöglicht. Der leistungsstarke Dual DIGIC 6 Prozessor der Kameras macht diese Funktion möglich.

Videokompressionsmethoden

Wie EOS 5D Mark III und EOS-1D X, nehmen auch EOS 5DS und EOS 5DS R mit dem H.264-Codec auf und bieten damit verschiedene Kompressionsmethoden – IPB und ALL-I. Die Videos können entweder als Intra-Frames oder Inter-Frames klassifiziert werden. Intra-Frames sind der Schlüssel zur Funktionsweise einer Videokompression.

  • Mit IPB wird die Komprimierung ausgeführt, indem der Inhalt der kommenden Bilder erahnt wird, mit Referenz zu den zuvor erfassten Bildern und den darauf folgenden Bildern. Eine ideale Variante für längere Videoclips: Geringere Dateigrößen eignen sich hervorragend für den Transfer und die Betrachtung unterwegs.
  • ALL-I ist ein auf „Intra-coded Frame“ basierendes Kompressionssystem, das sich von IPB dahingehend unterscheidet, dass alle Bilder als Intra-Frames oder Key-Frames behandelt werden und keine Referenz zu vorhergehenden oder folgenden Bildern enthält. Die Bildqualität bleibt in jedem Einzelbild vollständig erhalten – das ist ideal für die spätere Bildbearbeitung; dieses Verfahren empfiehlt sich daher für alle Anwendungen in hochwertigen TV- und Video-Produktionen.

Beim Filmen mit ALL-I sind die Dateigrößen etwa dreimal größer als mit IPB. Es ist hierbei aber einfacher, ein Einzelbild zu bearbeiten, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen. Trotz der zusätzlichen Dateigröße erfordern ALL-I-komprimierte Aufzeichnungen tatsächlich weniger Computer-Verarbeitungsleistung, da weniger Dekomprimierung erforderlich wird.

Ein unkomprimierter HDMI-Ausgang, wie man ihn bei der EOS 5D Mark III findet, wurde bei keiner der beiden neuen Kameras integriert – EOS 5DS und EOS 5DS R neigen eher zur Moiré und Verzerrungen und sind damit für die High-End-Videoproduktion weniger geeignet.

 

Wenn Sie auf das Fenster oben klicken, sehen Sie einen kurzen Film, in dem erklärt wird, wie man mit der EOS 5DS und EOS 5DS R ein Zeitraffer-Movie erstellt.

Zeitraffer-Videoaufnahmen

Die Kameras bieten auch einen neuen Zeitraffer-Movie-Modus. Hierbei werden Fotos, die in bestimmten Zeitintervallen aufgenommen wurden, kameraintern zu einem Film zusammengefügt. Bis zu 3.600 Einzelbilder können automatisch in Intervallen von 1 Sekunde bis zu 99 Std. 59 Min. 59 Sek. aufgenommen und anschließend zu einem Videoclip zusammenfügt werden. Die daraus von den Kameras erstellten Filme können entweder in Full-HD (1.980 x 1.080) 29,97p ALL-I bei NTSC-Einstellung oder in Full-HD (1.980 x 1.080) 25,00p ALL-I bei PAL-Einstellung sein. Eine Sequenz von 3.600 Bildern wird zu einer Filmlänge von ca. 2 Minuten in Full-HD 29,97p ALL-I, bzw. ca. 2 Minuten 24 Sekunden in Full-HD 25p ALL-I.

 

Wenn Sie auf das Fenster oben klicken, sehen den kurzen Film „Art-lapse“, der mit einer Zeitraffer-Movie-Funktion der EOS 5DS erstellt wurde.

Audiosteuerung

 

Zu den Schnittstellen der EOS 5DS R gehören ein HDMI-Ausgang und ein Mikrofon-Eingang.

EOS 5DS und EOS 5DS R ermöglichen digitale 16-Bit-Tonaufnahmen mit einer 48- KHz-Samplingrate – über das interne Mikrofon in Mono und mit einem kompatiblen externen Mikrofon auch in Stereo. Der Ton kann selbst bei laufender Aufnahme manuell ausgesteuert werden – eine Tonlevel-Anzeige wird während der Aufnahme auf dem Display live dargestellt. Die Kameras bieten keinen Kopfhöreranschluss. Grund dafür ist die Umstellung auf USB 3.0, was für den Kopfhöreranschluss nicht mehr genügend Platz bot.

Damit die Tonaufnahme nicht durch störende Kamerageräusche beeinträchtigt wird, lässt sich mit einer Berührung die Funktion „Leise Aufnahme“ auf dem Schnellwahlrad der EOS 5DS und EOS 5DS R auswählen. Damit werden während der Filmaufzeichnung Funktionen wie Verschlussgeschwindigkeit, Blende, ISO-Empfindlichkeit und Belichtungskorrektur leise gestellt.


Sucher und LC-Display

Der Sucher von EOS 5DS und EOS 5DS R bietet eine helle und klare Sicht auf den gesamten Bildausschnitt (100 % Bildfeldabdeckung). Das ermöglicht eine sichere Bildkomposition. Die Aufnahmeinformationen werden deutlich eingeblendet, ohne jedoch von der kreativen Bildkomposition abzulenken. Das 3,2-Zoll Clear View LCD II Display ist hervorragend zum Betrachten von Fotos und Videos geeignet.


Sucher

Der Sucher von EOS 5DS und EOS 5DS R ist vergleichbar mit dem von EOS-1D X und EOS 5D Mark III. Die Austrittspupille liegt bei ca. 22 mm und er bietet eine Bildfeldabdeckung von 100 % – die Bildkomposition ist damit zuverlässig und präzise. In beiden Kameras kommt die Intelligent Viewfinder II Technologie zum Einsatz, bei der ein transparentes LCD zwischen den Mattscheiben eingebettet ist. Beim Intelligent Viewfinder II werden Aufnahmeinformationen in das Sucherbild eingeblendet. Dazu gehören ausgewählte/aktive AF-Felder, ein Gitternetz zur Unterstützung bei der Bildkomposition, Warnanzeigen oder die Bereiche der gewählten Bildzuschnittsfunktion. Andere Informationen werden in einem separaten Bereich unterhalb des Sucherbildes angezeigt.

Das lichtdurchlässige LC-Display ist selbst nicht beleuchtet, sondern wird bei schlechten Lichtverhältnissen durch rote LEDs im Sucher ausgeleuchtet. In der Einstellung One-Shot AF beleuchten die roten LEDs das Display bei schwachen Lichtbedingungen immer automatisch, im AF Menü können jedoch die Einstellungen Aktivieren (immer EIN) oder Deaktivieren (immer AUS) gewählt werden. Um die Sucheranzeige der AF-Felder im Modus AI-Servo einzublenden, muss man diese Funktion im Suchermenü unter Beleuchtung aktivieren. Ist diese Anzeige im Modus AI-Servo aktiviert, blinken die roten LEDs, damit die Belichtungsmessung nicht beeinträchtigt wird.

 

Diese Abbildung zeigt die Informationen, die auf dem zentralen Bereich der Sucheranzeige von EOS 5DS und EOS 5DS R eingeblendet werden können.

 

Diese Abbildung zeigt die Informationen, die auf dem Bereich unterhalb der Sucheranzeige von EOS 5DS und EOS 5DS R eingeblendet werden können.

Clear View LCD II Display

 

Rückansicht der EOS 5DS R mit großem 8,11 cm (3,2 Zoll) Clear View LCD II (wie EOS 5DS).

Der große Clear View LCD II Bildschirm von EOS 5DS und EOS 5DS R ist vergleichbar mit dem von EOS-1D X und EOS 5D Mark III. Er hat eine Diagonale von 8,11 cm (3,2 Zoll) und eine Auflösung von 1.040.000 Bildpunkten. Der Bildschirm ist so konstruiert, dass sich zwischen Schutzschicht und LCD selbst kein Zwischenraum befindet, was Reflexionen verhindert. Der Bildschirm ist zudem mit einer Anti-Reflexionsschicht versehen. Mit seinem Seitenverhältnis von 3:2 entspricht das Bildfeld genau dem Aufnahmeformat. So werden die Bilder größer angezeigt, als bei anderen Kameras, die mit einem 4:3 Seitenverhältnis über- und unterhalb des Bildes einen schwarzen Balken zeigen.

Eine spezielle Steuerung für Live View/Movie befindet sich auf der Rückseite der Kamera. Durch die Einstellung Foto oder Movie wird die optimale Anzeige für das jeweilige Aufnahmeformat umgestellt und durch das Drücken der START/STOP Taste hebt sich der Spiegel und der Bildschirm zeigt das Livebild wie es durch das Objektiv kommt.

Elektronische 3D-Wasserwaage

Eine elektronische 3D-Wasserwaage hilft bei der korrekten Ausrichtung der Kamera – das ist ideal bei Landschaftsfotografien, um einen geraden Horizont abzubilden oder bei der Architektur-Fotografie. Jede Kipp- und Schwenkbewegung wird in 1°-Schritten erkannt und die jeweilige Ausrichtung wird sowohl im Sucher als auch auf dem Kameradisplay dargestellt. Das ist besonders hilfreich in Low-Light-Situationen, in denen die Referenzpunkte durch den Sucher oft nicht so gut erkennbar sind.


Bedienung und Konstruktion

Zu den wichtigsten Designvorgaben von EOS 5DS und EOS 5DS R gehören Ergonomie, Robustheit und die Möglichkeit zur individuellen Konfigurierung für ein Aufnahmeerlebnis, das jede Kreativität unterstützt. Sowohl die Bedienelemente als auch der Schnelleinstellungsbildschirm der Kameras lassen sich ganz nach persönlichem Bedarf konfigurieren.


Steuerung

Das Layout der Bedienelemente ist bei EOS 5DS und EOS 5DS R identisch mit dem von der EOS 5D Mark III. Damit passen sich beide Kameras perfekt an den bekannten Workflow an. Der Wechsel von einer Kamera zur anderen ist ohne Umstellung der Gewohnheiten problemlos möglich.

Der Hauptschalter der Kameras (ON/OFF) befindet sich links oben hinter dem Modus-Wahlrad – ein versehentliches Betätigen ist damit ausgeschlossen. Schnellwahlrad, Hauptwahlrad und Multi-Controller können mit einem separaten Schalter gesperrt werden.

 

Die Abbildung zeigt die Bedienelemente und Merkmale vorn und oben auf der EOS 5DS.

 

Die Abbildung zeigt die wichtigsten Bedienelemente und Merkmale auf der Rückseite der Kamera sowie die Schnittstellen der EOS 5DS.

 

Die Abbildung zeigt einige der wichtigsten Bedienelemente und Merkmale unten und auf der Seite der EOS 5DS.

Benutzerdefinierte Funktionen

Zahlreiche Bedienelemente und Funktionen der Kameras lassen sich an den individuellen Aufnahmestil oder das jeweilige Motiv anpassen. Die meisten Custom Funktionen sind in einem eigenen Menüreiter zusammen gefasst. Ausnahme hier sind die entsprechenden Fokus-Funktionen. Diese wurden in das AF-Menü aufgenommen, damit sie bei der Fokuseinstellung schneller auffindbar sind.

Individuell konfigurierbarer Schnelleinstellungsbildschirm

Neu bei einer EOS Kamera ist der individuell konfigurierbare Schnelleinstellungsbildschirm. Dieser sieht in der Standardeinstellung dem Schnelleinstellungsbildschirm der EOS 5D Mark III sehr ähnlich. Allerdings lassen sich bei diesen neuen Kameras die Auswahl der Anzeigesymbole und deren Größe und Positionierung individuell verändern, so dass nur die Funktionen gezeigt werden, die wirklich gebraucht werden.

 

Wenn Sie auf das Fenster oben klicken, sehen Sie einen kurzen Film über die Funktion des konfigurierbaren Schnelleinstellungsbildschirms bei EOS 5DS und EOS 5DS R.

Konnektivität

 

Ein spezielles Super Speed USB 3.0 Kabel wird mit der EOS 5DS über einen mit dem Kameragehäuse verschraubten Kabelschutz verbunden. Dieser verhindert, dass das Kabel versehentlich herausgezogen wird.

Beide Kameras lassen sich direkt über die Super Speed USB (USB 3.0) Schnittstelle mit einem Computer verbinden – ideal für Tethered-Shooting, Fernbedienung oder Datentransfer. Ein spezielles USB 3.0 Schnittstellenkabel (IFC-150U II) befindet sich im Lieferumfang der Kameras. Auch der Kabelschutz und die entsprechenden Montageschrauben werden mitgeliefert. Dieser wird fest mit dem Kameragehäuse verschraubt und sorgt dafür, dass das USB-Kabel nicht versehentlich herausgezogen oder beschädigt wird.

Die im Vergleich zu USB 2.0 – bei vielen Kamera der EOS Serie zu finden – gesteigerte Übertragungsgeschwindigkeit der neuen USB 3.0 Schnittstelle wurde wegen der enormen Datenmenge erforderlich, die EOS 5DS und EOS 5DS R generieren. Da Chipsatz und Portgröße von USB 3.0 wesentlich mehr Platz einfordern, musste bei EOS 5DS und EOS 5DS R auf einige Schnittstellen verzichtet werden, die bei der EOS 5D Mark III zu finden sind. Da bei diesen Kameras die Videofunktionen nicht als erste Priorität angesehen werden, entschied man sich, den Kopfhöreranschluss zu Gunsten des erforderlichen Platzes wegzulassen. Beide Kameras bieten jedoch einen HDMI -Ausgang vom Typ C und einen Mikrofoneingang.

Gehäusekonstruktion

Neben dem im Vergleich zur EOS 5D Mark III anderen Produktlogo an der Seite, wurden weitere Veränderungen am Gehäuse vorgenommen. Die Gehäusefarbe ist Titanschwarz (ein dunkles Grau im Vergleich zur schwarzen 5D Mark III), um die Wertigkeit der Kameras optisch zu unterstreichen. Die Vorderseite wurde im Bereich des Pentaprismas flacher gestaltet, um das Canon Logo besser darzustellen. Auf der linken Seite (wo sich das Mark III Logo befand) wurde eine Fingerablage hinzugefügt und auch das Moduswahlrad wurde leicht verändert: die Silberumrandung wurde entfernt und die Kordelstruktur etwas unregelmäßiger gestaltet, um einen noch festeren Halt zu geben.

 

Das Außengehäuse von EOS 5DS und EOS 5DS R ist aus einer Magnesiumlegierung gefertigt.

Die Gehäuse von EOS 5DS und EOS 5DS R sind aus der gleichen Kombination robuster Materialien gefertigt wie das der EOS 5D Mark III – Stahlbasis mit Außengehäuse aus Magnesiumlegierung. Somit sind alle drei Kameras witterungsbeständig und lassen selbst bei harten Umweltbedingungen keinen Staub oder Spritzwasser in das Gehäuse. Die Gehäuseteile sind nicht aneinander gelegt, sondern greifen ineinander; sämtliche Verbindungen und Bedienelemente sind mit Gummidichtungen geschützt. Damit ist der Witterungsschutz so hoch, dass die Kameras bis zu drei Minuten lang einem Regenfall von bis zu 10 mm pro Stunde ausgesetzt werden können.

Chassis und Stativanschlussl sind bei EOS 5DS und EOS 5DS R stärker als bei der EOS 5D Mark III. Auch die Gehäuseteile, die direkt mit dem Chassis verbunden sind, wurden verstärkt, so dass interne Erschütterungen und damit verbundene Verwacklungsunschärfen noch weiter vermieden werden.


Zubehör

Das Systemzubehör für EOS 5DS und EOS 5DS R ist identisch mit dem für die EOS 5D Mark III. Damit können die neuen Kameras mit dem vorhanden Zubehör eingesetzt werden. Ein Wireless File Transmitter ermöglicht die Fernsteuerung über WLAN und der GPS-Empfänger versieht die Aufnahmen mit Standortinformationen. Ein Akkugriff verbessert das Handling der Kamera und bietet zusätzliche Stromkapazität.


 

Wenn Sie auf das Bild oben klicken, finden Sie das Systemzubehör für EOS 5DS und EOS 5DS R.

WFT-E7 Version 2 Wireless File Transmitter

Der WFT-E7 Ver. 2 Wireless File Transmitter arbeitet mit WiFi (802.11 a,b,g,n kompatibel) und ermöglicht damit die Fernsteuerung von EOS 5DS oder EOS 5DS R von einem Computer, Smartphone oder Tablet.

 

Der WFT-E7 Ver. 2 Wireless File Transmitter.

Der WFT-E7 Ver. 2 ermöglicht auch den Einsatz der Kameras in einem Verbund. Das heißt, dass eine Master-Kamera mit dem WFT-E7 Ver. 2 ausgestattet, bis zu 10 „Slave“ EOS Kameras, die ebenfalls mit einem kompatiblen WFT ausgerüstet sind, aus einer Entfernung von bis zu 100 Metern steuern kann. Damit lässt sich ein Ereignis zur selben Zeit aus den verschiedensten Blickwinkeln abbilden, wenn alle Kameras zum gleichen Zeitpunkt auslösen.

Der integrierte Server-Modus des WFT-E7 Ver. 2 ermöglicht die Steuerung von EOS 5DS oder EOS 5DS R über ein WLAN-Netzwerk – ganz einfach über einen Web-Browser auf PC, Smartphone oder Tablet. Das heißt, dass man auf dem Bildschirm das selbe sieht wie die Kamera und aus der Ferne Einstellungen und Funktionen verändern kann – ideal für Aufnahmen aus ungewöhnlichen Blickwinkeln oder in Situationen, wo die Anwesenheit eines Fotografen das Motiv ablenken würde.

Der WFT-E7 Ver. 2 kann auch die Zeiteinstellungen zwischen den einzelnen Kameras synchronisieren. Das ist enorm hilfreich, wenn man ein Ereignis mit mehr als einer Kamera aufnimmt und die Aufnahmen hinterher zur Nachbearbeitung nach Zeitablauf sortieren möchte.

Der WFT-E7 Ver. 2 bietet zudem Bluetooth, womit eine kabellose Kommunikation zwischen kompatiblem GPS-Empfängern ermöglicht wird, beispielsweise zur Übertragung von Standortdaten.

Besitzer eines WFT-E7 können ihr Modell per Firmware-Update auf die Version 2 aktualisieren, damit die Kompatibilität zum USB 3.0 Anschluss (IFC-150AB II oder IFC-40AB II) von EOS 5DS und EOS 5DS R gegeben ist.

GPS-Empfänger GP-E2

 

Der GPS-Empfänger GP-E2 ist mit EOS 5DS und EOS 5DS R kompatibel und wird auf dem Zubehörschuh der Kameras aufgesetzt.

Der GPS-Empfänger GP-E2 von Canon ist universell für EOS 5DS und EOS 5DS R sowie für alle anderen aktuellen EOS Modelle einsetzbar. Er kann für den Datenempfang direkt auf dem Zubehörschuh der Kamera aufgesetzt oder im Logging-Modus einfach in der Zubehörtasche verstaut werden. Der GPS-Empfänger bietet zudem einen digitalen Kompass und ermöglicht die Kennzeichnung der Aufnahmen mit den Standortdaten, die dann in den EXIF-Daten der Bilder gespeichert werden.

Die Stromzufuhr des Empfängers erfolgt über eine AA-Batterie und das Gerät kann auch dann aktiv sein, wenn es nicht physisch mit der Kamera verbunden ist. In diesem Fall zeichnet der Empfänger die Standortdaten in regelmäßigen voreingestellten Intervallen auf und über die im Lieferumfang befindliche Software Map Utility lassen sich später Bilder und Reiseroute am Computer darstellen.

Akkugriff BG-E11

Mit dem Akkugriff BG-E11 lässt sich dank zusätzlicher LP-E6N/LP-E6 Akkus die Aufnahmezeit verlängern. Im Notfall kann er auch mit AA-Batterien bestückt werden.

 

Der ursprünglich für die EOS 5D Mark III konzipierte Akkugriff BG-E11 ist auch mit EOS 5DS und EOS 5DS R kompatibel.

Für Fotografen, die ihre Kamera gern im Hochformat halten (beispielsweise bei Porträtaufnahmen) bietet der Akkugriff BG-E11 auch für die Formatlage angepasste Bedienelemente: AF-ON, AF-Messfeldwahl, AE-Speicherung und Auslöser sowie Haupt- und Schnellwahlräder sind dort dupliziert. Der etwas größere Griff ist auch ideal für große Hände.

Wie auch die Gehäuse von EOS 5DS und EOS 5DS R ist der Akkugriff BG-E11 ebenfalls gegen Staub und Spritzwasser geschützt und ist damit auch für den Einsatz bei widrigen Umweltbedingungen geeignet.


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