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Interviews

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EOS 5DS & EOS 5DS R


Februar 2015

Insider-Story: Der Mann hinter EOS 5DS und EOS 5DS R

CPN bekam vor kurzem die einzigartige Chance, Tsunemasa Ohara, Senior General Manager of Camera Research and Development bei Canon Inc. zu treffen und mit ihm ein Interview zu führen. Er ist der wichtigste Mann hinter der Entwicklung der hochauflösenden Canon 50,6-Megapixel-DSLRs, EOS 5DS und EOS 5DS R. In einem Exklusivinterview erzählt er uns, wie er auf das Konzept für die neuen Kameras kam und wie und warum einige der Schlüsseltechnologien darin entwickelt wurden ...

Canon Professional Network (CPN): Wer kam auf die Idee oder wer hatte die Vision für die EOS 5DS und EOS 5DS R?

Tsunemasa Ohara (TO): „Es war meine Idee, dieses Produkt zu entwickeln. Ich wusste bereits aus meiner Forschung, dass mit dem Sensor der EOS 5D Mark III noch mehr Megapixel möglich waren. Sowie klar war, dass ein derartiges Produkt machbar sei, stellte ich mir ein Team zusammen, mit denen ich die Idee verwirklichen konnte. Viele davon hatten bereits in vorangegangenen EOS Projekten mit mir zusammengearbeitet.“

Tsunemasa Ohara (auf dem Bild oben mit der EOS 5DS) von Canon Inc. hatte die Vision für eine extrem hochauflösende DSLR und leitete das EOS 5DS und EOS 5DS R Entwicklungsteam.

CPN: Was sind die wichtigsten technischen Vorteile dieser Kameras im Vergleich zu hochauflösenden DSLRs von Wettbewerbern oder zu Mittelformatkameras?

TO: „Was die Megapixel angeht, bieten EOS 5DS und EOS 5DS R nahezu das selbe wie eine Mittelformatkamera – bei vergleichbarer Bildqualität. Der wichtigste Vorteil ist, dass eine EOS wesentlich leichter und mobiler als eine Mittelformatkamera ist. Das ist wirklich der Hauptvorteil dieses Produkts, denn es ist kompakter und leichter und kann in bedeutend mehr Aufnahmesituationen eingesetzt werden.“

CPN: Welche Kriterien hatten Sie für die Entwicklung dieses neuen Sensors?

TO: „Das erste Kriterium war – wie bei jeder EOS – die hohe Bildqualität. Das zu erreichen war unsere erste Priorität. Aus Entwicklersicht hätte man die Anzahl der Megapixel sogar noch weiter erhöhen können, aber im Hinblick auf die Bildqualität hatte das keine Vorteile ergeben. Daher war die optimale Balance zwischen vielen Megapixeln und hoher Bildqualität über die gesamte Entwicklungszeit unser wichtigstes Ziel.“


CPN: Wird dieser signifikante Fortschritt in der Sensor-Technologie auf die EOS 5DS und EOS 5DS R beschränkt bleiben oder wird er in den nächsten Jahren auch in andere EOS Kameras Einzug halten?

TO: „Um einen CMOS-Sensor mit derartig vielen Megapixeln zu realisieren, mussten zahlreiche neue Technologien entwickelt werden, die speziell auf die Gehäuse von EOS 5DS und EOS 5DS R zugeschnitten sind. Wir können natürlich nicht enthüllen, was wir als nächstes tun werden, aber sicher werden diese Technologien ihren Weg in zukünftige Kameras finden.“

CPN: Der Dual DIGIC 6 macht diese Kameras im Bezug auf die Verarbeitung der Bilddaten extrem schnell. Wie weit lässt sich die Geschwindigkeit mit der DIGIC-Architektur noch erhöhen?

TO: „Das Ende der Entwicklung des DIGIC-Prozessors ist noch nicht erreicht. Wir haben immer versucht, die Geschwindigkeit weiter zu steigern und werden das auch in Zukunft tun.“

CPN: Erklären Sie uns doch bitte, wie Sie zu dieser Version des Tiefpassfilters der EOS 5DS kamen und warum Sie für die EOS 5DS R einen Tiefpass-Aufhebungsfilter eingesetzt haben?

TO: „Die Hauptkamera ist die EOS 5DS, die – wie alle EOS DSLRs – zur Vermeidung von Moiré-Effekten mit einem Tiefpassfilter versehen ist. Wie Sie wissen, ist die EOS 5DS ein Modell mit besonders vielen Megapixeln und wir mussten speziell für diesen Sensor den effektivsten Weg finden, um Moiré zu vermeiden. Entfernen wir den Filter, tauchen bei bestimmten Motiven solche Moiré-Effekte auf und das ist natürlich nicht gut für die Bildqualität. Auf der anderen Seite gibt es Motive, die keine Muster oder harte Kanten haben, so dass hier derartige Effekte gar nicht erst auftreten können. Für diese Fälle gibt es die EOS 5DS R mit dem Tiefpass-Aufhebungsfilter, der dann die ultimative Auflösung ermöglicht.“

CPN: Die Funktion für Bildzuschnitte ist sehr interessant. Warum fanden Sie es wichtig, so etwas bereits in der Kamera möglich zu machen?

TO: „Uns war klar, dass einige Fotografen einen bestimmten Aufnahmestil haben oder auf einen bestimmten Bildausschnitt aus sind. Und wir wussten, dass unser neuer CMOS-Sensor so etwas bereits kameraintern ermöglichen würde. Daher waren wir sicher, dass diese zusätzliche Funktion die Vielseitigkeit und die Funktionalität von EOS 5DS und EOS 5DS R steigern würde.“

CPN: Man findet auch eine ganze Menge Feinmechanik in den Kameras, speziell im System zur Reduzierung von Spiegelerschütterungen. Erklären Sie uns bitte, wie die entwickelt wurde.

TO: „Wir hatten dieses System ursprünglich für die EOS 7D Mark II entwickelt. Für die EOS 5DS mussten wir es für die etwas größere Sensor-Spiegel-Kombination anpassen. Durch den Größenunterschneid zwischen APS-C- und Vollformat-Sensors braucht der Spiegel eine andere Steuerung, da er größer ist. Der Einsatz von Nockenwellen zur Steuerung der Spiegelbewegung ermöglicht eine viel kontrolliertere und präzisere Bewegung, was dazu führt, dass Erschütterungen innerhalb der Kamera minimiert werden.“

CPN: Uns interessiert, warum bei EOS 5DS und EOS 5DS R kein Kopfhöreranschluss vorhanden ist, obwohl sie doch HD-Videos aufzeichnen können … Warum ist das so?

TO: „Wir hatten keinen Platz mehr! Wir mussten EOS 5DS und EOS 5DS R mit USB 3.0 ausstatten. Das war wichtig, um die enormen Datenmengen übertragen zu können. Leider blieb danach kein Platz mehr im Gehäuse der EOS 5D Mark III, das wir als Basis für diese Kameras verwendet haben.“

CPN: Wie sehen Sie eine mögliche Zukunft für hochauflösende Canon Kameras? Wo wird die Technologie wohl in fünf Jahren sein?

TO: „Es gibt eine große Nachfrage nach Kameras mit vielen Megapixeln und hoher Auflösung. Natürlich werden wir diesen Weg in Zukunft weiter gehen und dieser Nachfrage ein Angebot entgegen stellen. Wie Sie vielleicht wissen, haben wir im August 2010 einen APS-H-Sensor mit 120 Millionen Pixeln vorgestellt. Wir haben also gezeigt, dass wir die Technologie beherrschen, noch höher auflösende Sensoren zu bauen. Aber wir müssen natürlich auch weiterhin die Bildqualität im Fokus behalten. Daher müssen wir auch weiterhin an den DIGIC-Prozessoren und all den anderen Algorithmen arbeiten, die eine hohe Bildqualität ermöglichen. Es ist das Gesamtpaket, das die EOS Digitalkameras von Canon so erfolgreich macht.“

Biografie: Tsunemasa Ohara

Tsunemasa Ohara

Tsunemasa Ohara kam im Jahr 1979 zu Canon Inc., nachdem er seinen Bachelor of Engineering auf der Universität absolviert hatte. In seinen ersten Jahren bei Canon arbeitete er als Ingenieur im Bereich Entwicklung und Design von Antriebssystemen für SLR-Kameras. 1984, dem Jahr, in dem die Entwicklung des EOS Systems begann, übernahm er das Design von AF-Systemen, die noch heute die Basis des EOS Systems sind. Er war an der Entwicklung der gesamten EOS-1 Serie beteiligt und gründete den Bereich für professionelle Kameras, in dem die wichtigsten SLR-Technologien für Canon entwickelt wurden. Dazu gehören AF-Systeme, die Sicherstellung einer hohen Zuverlässigkeit sowie die einfache Bedienung. Im Jahr 1999 wurde er zum Leiter des Projekts „EOS Digital Project“ ernannt, mit dem dann die wesentlichen Technologien für das digitale Zeitalter der SLRs entwickelt wurden. Seine Bemühungen, traditionelle EOS Technologien mit neuen Digitaltechnologien zu kombinieren, führte zum großen Erfolg der EOS-1D Serie, die für Zuverlässigkeit, hohe Bildqualität und schnelles Ansprechverhalten steht und speziell für den Bedarf professioneller Fotografen entwickelt wurde. Er leitete auch die Projekte „EOS-1D X Project“ und „EOS Professional Business Project“.